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Kinoplakat: E.T. – Der Außerirdische

Eine intergalaktische Freundschaft
Ein Epoche machender Telefonanruf

Titel E.T. – Der Außerirdische
(E.T. the Extra-Terrestrial)
Drehbuch Melissa Mathison
Regie Steven Spielberg, USA 1982
Darsteller

Henry Thomas, Drew Barrymore, Robert MacNaughton, Dee Wallace, Peter Coyote, Robert MacNaughton, Drew Barrymore, K.C. Martel, Sean Frye, C. Thomas Howell, Erika Eleniak, David M. O'Dell, Richard Swingler, Frank Toth, Robert Barton, Michael Darrell, David Berkson u.a.

Genre Abenteuer
Filmlänge 115 Minuten
Deutschlandstart
9. Dezember 1982
Inhalt

Teaserplakat: E.T. – Der AußerirdischeAußerirdische Botaniker haben die Erde besucht. Sie werden entdeckt und müssen den Planeten überstürzt verlassen. Dabei bleibt aus Versehen einer zurück. Allein in einer fremden Welt und voller Angst vor den Menschen versteckt er sich in einem Schuppen.

Abends findet ihn der Der 10-jährige Elliot. Nach anfänglichem, durchaus beiderseitigem Erschrecken schließen die beiden eine innige Freundschaft. Aber „E.T.” hat schreckliches Heimweh …

Was zu sagen wäre

Spielbergs wohl größter Erfolg. Im Grunde habe er nur seine eigene Kindheit verfilmt, sagte er. Als Kind habe er keine Freunde gehabt und immer von so einem „E.T.“ geträumt. Über viele Jahre blieben fortan die Filme, die Spielberg folgen ließ, und waren sie noch so spektakulär, immer „ein Film des E.T.-Regisseurs“. „Nach Hause telefonieren“ wurde zum geflügelten Wort.

DVD-Cover: E.T. – Der AußerirdischeSpielberg, für große Effekt-Filme bekannt (Jäger des verlorenen Schatzes – 1981; „1941 – Wo bitte geht's nach Hollywood“ – 1979; Unheimliche Begegnung der dritten Art – 1977; Der weiße Hai – 1975; Sugarland Express – 1974; Duell – 1971), erzählt hier die intime Geschichte einer Freundschaft – zwischen einem Jungen und einem Gärtner von Outer Space; der mit großen Augen herzt und mit langen Filngern Heile-Heile-Segen macht. Dazu geigt John Williams einen seiner gefühlvolleren Orchester-Scores und kommen die Erwachsenen – bis auf Mama – als die eigentlichen Außerirdischen daher, wenn sie in weißen Schutzanzügen das Haus der Familie besetzen und E.T. an Schläuche anschließen.

Dazu bedient sich Spielberg eines visuellen Kniffs, den schon Walt Disney 1955 in Susi und Strolch angewandt hat: Um die Erzählperspektive „kleiner Junge“ deutlich zu machen, hält er die Kamera konsequent auf etwas-über-Hüfthöhe – was bei Disney die Cocker-Spaniel-Perspektive war, ist hier die Erzählperspektive eines 10-jährigen Jungen und eines Wesens, das auch nicht viel größer ist.

Spielberg hat den Nerv der Massen getroffen: Außerirdische, die als Besatzer daherkommen, wie in den Angst-vor-dem-Russen-Metaphern aus den 50er Jahren hat das noch durch Reste der Flower-Power-Ära beselte Publikum über und feiert Spielberg, der nach Unheimliche Begegnung zum zweiten mal die Außerirdischen lächeln lässt.

Drew Barrymore hatte hier ihren ersten Leinwandauftritt. Als knuddelige kleine Schwester Gertie.

Wertung: 9 von 9 D-Mark
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