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Kinoplakat: Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil
Alles daneben, was im
Original funktioniert hat
Titel Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil
(The Jewel of the Nile)
Drehbuch Mark Rosenthal + Lawrence Konner
mit Charakteren von Diane Thomas
Regie Lewis Teague, USA 1985
Darsteller

Michael Douglas, Kathleen Turner, Danny DeVito, Spiros Focás, Avner Eisenberg, Paul David Magid, Howard Jay Patterson, Randall Edwin Nelson, Samuel Ross Williams, Timothy Daniel Furst, Hamid Fillali, Holland Taylor, Guy Cuevas, Peter DePalma, Mark Daly Richards u.a.

Genre Abenteuer
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
13. März 1986
Inhalt

Ein halbes Jahr segeln sie jetzt schon um die Welt, die Schriftstellerin Joan Wilder und ihr Freund, der Abenteurer Jack Colton, seit sich Jack von den Erlösen aus ihrem Diamanten-Abenteuer diese Jacht – „Angelina“ – gekauft hat. Für ihn ist es die Erfüllung seines Traums. Für sie beginnt nun langsam die Langeweile. Sie will nach Hause, sie will eine ernsthafte Beziehung; Jack will nur … segeln.

Joan kommt die Einladung des nordafrikanischen Staatsmanns Omar, seine Biografie zu schreiben, gerade recht. Schon ist sie von Bord und beginnt in Omars Palast mit ihrer Recherche. Jack trifft in dieser zeit auf Ralph, den Kleinganoven, der sie schon in Kolumbien maltraitiert hatte; und als Omars Lakaien die „Angelina“ in die Luft sprengen, folgt er Joan nach Afrika. Ralph folgt ihm, da er von dem geheimnisvollen „Juwel vom Nil“ gehört hat, den Omar gestohlen haben soll.

Joan hat unterdessen herausgefunden, dass Omar ein machthungriger Diktator ist, der sich durch eine mit Spezialeffekten aufgemotzte religiöse Zeremonie zum göttlichen Erlöser seines Volkes stilisieren will. Sie versucht, Beweise für seine militärischen Eroberungspläne zu sammeln, wird aber erwischt und eingekerkert. So lernt sie einen inhaftierten Kleriker kennen, der sich als der Juwel vom Nil entpuppt, ein Heiliger, der das Volk erlösen soll. Die beiden fliehen gemeinsam und treffen schon bald auf Jack und Ralph. In einer wahren Zerstörungsorgie fliehen sie aus der Stadt in die Wüste …

Was zu sagen wäre

War ja klar: Die Fortsetzung einer Kopie – wie soll das noch Spaß machen? Die Autoren haben das Romancing-the-Stone-Script mehr oder weniger abgeschrieben, Urwald gegen Wüste getauscht und Regisseur Lewis Teague hat ein paar Millionen Dollar mehr ausgeben dürfen, als Robert Zemeckis im vergangenen Jahr. Aber Zemeckis hatte wenigstens Ideen. Teague hat nur sein solides Handwerk, mit dem er heute Horror („KatzenAuge“ – 1985; „Cujo“ – 1983; „Der Horror-Alligator“ – 1980), morgen Komödie („Die Frau in Rot“ – 1979) abspulen kann – hier nun spult er Abenetuer ab. Und das ist – kurz gesagt – langweilig.

Dieses Abenteuerfilme, die seit Jäger des verlorenen Schatzes die Leinwände fluten, leben ja nicht aus einer irgendwie wichtigen Story heraus. Sie funktionieren über ihre Aktionen und Reaktionen innerhalb des Actionplots. Dieses Handwerk des immer-noch-einen-oben-drauf-Setzen, das ursprünglich Steven Spielberg für die Leinwand wieder entdeckt hat, beherrscht Lewis Teague nicht. statt dessen dreht er immer noch eine Pirouette um das Juwel, die kriselnde Beziehung, die schurkischen Bösewichter oder Danny DeVito.

Noch eine Fortsetzung braucht dieses Franchise nicht.

Wertung: 3 von 10 D-Mark
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