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Kinoplakat: American Buffalo – Das Glück liegt auf der Straße
Das Herz oder das Business? Gut
gespielter klassischer Konflikt

 

Titel American Buffalo – Das Glück liegt auf der Straße
(American Buffalo)
Drehbuch David Mamet
nach seinem eigenen Theaterstück
Regie Michael Corrente, UK, USA 1996
Darsteller Dustin Hoffman, Dennis Franz, Sean Nelson u.a.
Genre Drama
Filmlänge 88 Minuten
Deutschlandstart
17. Oktober 1996
Inhalt

Donny ist auf dem Weg zu seinem Trödelladen. Er trifft seinen 15-jährigen Laufburschen Bobby, der für Donny jemanden observiert hat. Er ist sich aber nicht sicher, ob dieser seine Wohnung bereits verlassen hat, und erhält von Donny daher einige Ratschläge für seine Aufgabe sowie über das „Business“ und die „harte Realität“ im Allgemeinen.

Vor dem Riverside Diner, einem Café gegenüber dem Laden, treffen sie Teach, der, genau wie Donny, in der Nacht zuvor Geld beim Poker verloren hat. Er ist wütend auf Grace und Ruthie, die beim Poker sein Geld gewonnen haben. Donny schickt Bob ins Café, um Frühstück zu holen. Als er wiederkommt, erzählt er Donny, als Teach gerade unaufmerksam scheint, dass er den zu beobachtenden Mann wieder gesehen hat. Er sei mit Koffer und Mantel ins Auto gestiegen und weggefahren. Da er den Kaffee vergessen hat, geht er zurück ins Café. Nun versucht Teach, aus Donny herauszulocken, was er mit Bob geplant hat. Donny erzählt es ihm zunächst widerwillig: Ein Mann kam in seinen Laden und fand eine alte, seltene 5-Cent-Münze mit einem Indianerkopf auf der Vorderseite und einem Bison (engl. Buffalo) auf der Rückseite. Er fragte Donny, was sie koste, bot dann selbst 50 Dollar und bezahlte schließlich 90 Dollar dafür. Donny, der sich mit Münzen nicht auskennt, ist überzeugt, dass die Münze weit mehr wert ist und er übers Ohr gehauen wurde. Also plant er einen Einbruch: Bob sollte die Wohnung des Mannes beobachten und nun die Münze, oder besser die ganze Münzsammlung, herausholen. Teach zweifelt an Bobs Fähigkeiten und will den Einbruch selbst durchführen. Es entwickelt sich ein Streit, da Teach Bobby schlechtmacht und Donny ihn in Schutz nimmt. Donny gibt nach; als Bob zurückkommt, sagt er ihm, dass er den Plan vergessen soll. Bob braucht dringend Geld, will aber nicht verraten, wofür; Donny gibt ihm 50 Dollar und schickt ihn weg.

Donny und Teach rufen bei dem Münzkäufer an, um sicherzugehen, dass er nicht zu Hause ist. Donny möchte einen dritten Mann für den Einbruch anheuern, nämlich Fletch, der beim Pokerspiel tags zuvor viel Geld gewonnen hatte. Teach hält dies nicht für nötig. Daraus entwickelt sich erneut ein Streit, diesmal setzt Donny sich durch. Teach geht nach Hause, um zu schlafen, man verabredet sich für den späten Abend, um den Einbruch zu machen. Abends kommt Bobby mit einer 5-Cent-Münze wieder, der gleichen, um die es bei dem Einbruch geht. Er verrät nicht, wo er sie her hat, und möchte sie Donny verkaufen. Als sie in einem Münzkatalog nachschlagen wollen, kommt Teach herein. Er ist zu spät, da seine Uhr angeblich kaputtgegangen ist. Er ist verärgert, dass Bobby da ist, und glaubt, Donny habe nun doch ihn für den Einbruch vorgesehen. Bobby braucht wieder dringend Geld, Teach gibt ihm etwas, um ihn loszuwerden.

Nun warten Donny und Teach auf Fletch, der sich ebenfalls verspätet. Teach will jetzt Fletch vor Donny schlechtmachen, um ihn zu überzeugen, den Einbruch ohne ihn zu machen. Unter anderem behauptet er, Fletch habe beim Pokerspiel betrogen. Donny versucht vergeblich, Fletch telefonisch zu erreichen. Er fragt Teach nach Einzelheiten seines geplanten Vorgehens beim Einbruch, dieser wiegelt aber ab und spielt die Schwierigkeiten herunter. Als Teach eine Pistole aus der Jacke fällt, kommt es zu einem erneuten Konflikt: Teach will sie beim Einbruch dabei haben, um sich sicherer zu fühlen. Donny ist dagegen: Er will wohl an keinem Coup beteiligt sein, bei dem Waffen im Spiel sind. Bob kommt wieder und bringt schlechte Nachrichten: Grace und Ruthie hätten ihm gesagt, dass Fletch auf der Straße verprügelt worden sei und nun mit einem Kieferbruch im Krankenhaus liege. Donny und Teach verdächtigen Bobby, die beiden zu hintergehen und mit Fletch oder Grace und Ruthie den Einbruch machen zu wollen. Als Donny in dem von Bobby genannten Krankenhaus anruft und erfährt, dass Fletch dort nicht ist, fühlen sie sich bestätigt. Teach greift zum Telefon und schlägt es Bobby auf den Kopf; er geht zu Boden, und sein Ohr blutet. Donny beschützt ihn nicht, sondern sagt ihm, er habe sich dies selbst zuzuschreiben.

Ruthie ruft an und bestätigt Bobbys Geschichte …

Was zu sagen wäre

Eine klassische Tragödie über die Ethik des Geschäftslebens, in der herzlose Gier und eiskalte Berechnung tiefster Freundschaft gegenübergestellt werden.

Mit Dustin Hoffmann (Sleepers – 1996; Outbreak – Lautlose Killer – 1995; Hook – 1991; Dick Tracy – 1990; Family Business – 1989; „Rain Man“ – 1988; Tootsie – 1982; Kramer gegen Kramer – 1979; Der Marathon-Mann – 1976; Die Unbestechlichen – 1976; Papillon – 1973; Wer Gewalt sät – 1971; Little Big Man – 1970; Die Reifeprüfung – 1967) als Teach und Dennis Franz (Stirb Langsam 2 – 1990) hat Regisseur Michael Corrente zwei bedeutende Charakterschauspieler und den jungen Sean Nelson für seine Verfilmung gewinnen können.

Nach dem gleichnamigen Erfolgsstück von Pulitzerpreisträger David Mamet.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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