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Kinoplakat: Alice im Wunderland
Disney auf Droge
Titel Alice im Wunderland
(Alice in Wonderland)
Drehbuch Winston Hibler + Ted Sears + Bill Peet + Erdman Penner + Joe Rinaldi + Milt Banta + William Cottrell + Dick Kelsey + Joe Grant + Dick Huemer + Del Connell + Tom Oreb + John Walbridge
Lewis Carrolls „The Adventures of Alice in Wonderland“ und „Through the Looking Glass“
Regie Clyde Geronimi + Wilfred Jackson + Hamilton Luske, USA 1951
Stimmen

Kathryn Beaumont, Renate Kanthack, Verna Felton, Erna Haffner, Bill Thompson, Clemens Hasse, Sterling Holloway, Ernst Konstantin, Ed Wynn, Wolfgang Kieling, Jerry Colonna, Erwin Biegel, Richard Haydn, Alfred Balthoff, Werner Stock, Hugo Schrader, Victor Janson, J. Pat O'Malley, Erwin Biegel, Bill Thompson, Armin Münch, Joseph Kearns, Erich Fiedler, Dink Trout, Erich Kestin, Doris Lloyd, Anneliese Würtz, Heather Angel, Eva Ingeborg Scholz, Queenie Leonhart, Alice Treff, Larry Grey, Wolfgang Spier, Pinto Colvig u.a.

(aufgeführt sind die Original- und die deutschen Synchronstimmen)

Genre Zeichentrick
Filmlänge 75 Minuten
Deutschlandstart
17. Dezember 1952
Website WaltDisney.org
Inhalt

Alice langweilt sich, während ihre große Schwester ihr aus einem Geschichtsbuch vorliest. Das Mädchen spielt lieber mit ihrem kleinen Kätzchen und stellt sich vor, wie es wäre, in einer Welt mit anderen Regeln zu leben.

Kinoplakat: Alice im WunderlandDa begegnet Alice einem weißen, sprechenden Kaninchen mit einer großen Uhr, das es sehr eilig hat. Sie kann nichgt anders, sie muss dem Kaninchen folgen und landet im Wunderland. Auf ihrer Reise durch diese fröhlich bunte, aber auch sehr eigenartige Welt begegnet sie einer gestiefelten Raupe, dem verrückten Hutmacher und ist zu Gast bei einer nicht Geburtstags-Party.

Einer hinterlistigen Tigerkatze hat es das Mädchen schließlich zu verdanken, dass sie den Zorn der Herz-Königin auf sich zieht. So etwas kann einem eigentlich nur im Traum passieren …

Was zu sagen wäre

Man könnte meinen, nach dem für den Konzern lebensrettenden Erfolg von Cinderella (1950) haben die Mitarbeiter eine große Party gefeiert, dabei ordentlich einen durchgezogen und noch im Vollrausch diese Alice konzipiert. Eine geschichte im strengen sinn wird nicht erzählt.

Alices Reise durch das Wunderland kommt einer Nummernrevue nahe, in der sich skurille Geschöpfe mit lustigen Gesellen ablösen und immerzu tschingdarassabumm-Musik machen. Das ähnelt Disneys überlangem Musikvideo „Fantasia“ (1940), in dem die Zeichner Bestseller der klassischen Musik illustriert haben und auf Handlung gleich ganz verzichteten.

Die etwas altkluge Alice spaziert mit entzückendem british accent durch dieses Wunderland und freut sich – meistens zumindest – an der bunten Gesellschaft. Die allerdings ist auch sehenswert. Disney hat die Kunst des gezeichneten Films energisch weiter entwickelt. Der naiven, veerträumten Blondine fehlt es aber ein wenig an Empathie. So richtig nahe kommt sie mir nicht. so richtig ängstigen um sie, freuen für sie tue ich nicht. Diesem beeindruckenden Fantasy-Farbenrausch fehlt Herz.

… aber die Flamingos bei der Herz-Königin beim Cricketspiel sind entzückend, fürwahr …

Wertung: 3 von 6 D-Mark
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