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Kinoplakat: Achterbahn
Erpressung mit High-Speed-Elementen
ausgesprochen betulich inszeniert
Titel Achterbahn
(Rollercoaster)
Drehbuch Tommy Cook + Sanford Sheldon + Richard Levinson + William Link
Regie James Goldstone, USA 1977
Darsteller
George Segal, Richard Widmark, Timothy Bottoms, Henry Fonda, Harry Guardino, Susan Strasberg, Helen Hunt, Dorothy Tristan, Harry Davis, Stephen Pearlman, G.F. Rowe, Wayne Tippit, Michael Bell, Charlie Tuna, Lonny Stevens u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 119 Minuten
Deutschlandstart
6. Oktober 1977
Inhalt
Ein Achterbahnunglück in einem Vergnügungspark, bei dem ein vollbesetzter Zug in rasender Fahrt aus einer Kurve in die Zuschauermenge schießt, erweist sich als ein Sabotageakt, dem wenig später weitere Anschläge in anderen Parks folgen. Bei ersten Ermittlungen kommt der mit der Untersuchung beauftragte technische Inspektor Harry Calder einem Erpresser auf die Spur, der von den Betreibern der betroffenen Vergnügungsparks eine Million Dollar erpressen will.

Calder zieht das FBI hinzu und wird kurz darauf von dem Kriminellen dazu ausgewählt, ihm das Lösegeld in dem Vergnügungspark in Richmond zu übergeben. Trotz Vorbereitungen der Polizei kann der Erpresser mit dem Geld entkommen. Aber es nützt ihm nichts, da die Dollarnoten kenntlich gemacht wurden. Ein neuer Sabotageakt bahnt sich an …

Was zu sagen wäre

Der Coup dieses Thrillers ist Timothy Bottoms („Jagdzeit in Texas“ – 1976; „Das Sonderkommando“ – 1975; Die letzte Vorstellung – 1971). Er wirkt wie die sprichwörtliche Unschuld vom Lande und dabei nicht mal, wie der Wunschschwiegersohn – so grau und brav, wie er sich präsentiert, würde er es schwer haben, eine Schwiegermutter zu finden (weil er kein Mädchen von seiner Langeweile überzeugen könnte). In dieser Unscheinbarkeit ist er der perfekte Terrorist, der unsichtbare Bombenleger. Der Rest ist Mittelmaß, das auf Sensurround-Effekte setzt.

Achterbahn war einer von fünf in den 1970er Jahren gedrehten Spielfilmen in dem speziellen Tieftonverfahren Sensurround. Dabei wurden im Kinosaal spezielle Bass-Boxen platziert, die den Eindruck erweckten, dass der ganze Saal vibriert, wenn die Tieftöner angesteuert wurden. Der erste Film, der mit dieser Technik Schlagzeilen machte, war Erdbeben (1974). Die anderen Filme machten keine Schlagzeilen mehr. In der verzweifelten Bemühung, den stärker werdenden Konkurrenten Fernsehen und Video einen Schritt voraus zu bleiben, setzten die Studios auf äußere Effekte und vernachlässigten das Wichtigste – das Drehbuch mit der nachvollziehbaren Geschichte.

Der Film zieht sich um seine eigentliche Geschichte wie Kaugummi, nicht passiert, aber Richard Widmark (Das Ultimatum – 1977; „Von allen Hunden gehetzt“ – 1976; Mord im Orient-Express – 1974; „Nur noch 72 Stunden“ – 1968; Cheyenne – 1964; Das war der Wilde Westen – 1962; „Das Urteil von Nürnberg“ – 1961; „Alamo“ – 1960) und George Segal dürfen ihre bekannten und beliebten Manierismen vorzeigen. Der Rest ist Oberfläche State of the Art mit ordentlich BrummBass.

Wertung: 5 von 9 D-Mark
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