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Kinoplakat: Abraham Lincoln, Vampirjäger
Bizarrer Versuch eines
historienfilms mit Untoten
Titel Abraham Lincoln, Vampirjäger
(Abraham Lincoln: Vampire Hunter)
Drehbuch Seth Grahame-Smith
nach seinem Roman
Regie Timur Bekmambetow, USA 2012
Darsteller Benjamin Walker, Dominic Cooper, Anthony Mackie, Mary Elizabeth Winstead, Rufus Sewell, Marton Csokas, Jimmi Simpson, Joseph Mawle, Robin McLeavy, Erin Wasson, John Rothman Cameron M. Brown, Frank Brennan, Lux Haney-Jardine u.a.
Genre Fantasy, Action
Filmlänge 105 Minuten
Deutschlandstart
3. Oktober 2012
Inhalt

Südstaaten der USA, 1818: Abraham Lincoln beobachtet, wie seine Mutter von dem üblen Plantagenbesitzer Barts angegriffen und gebissen wird. Nicht lange hin, da stirbt die Mutter.

Neun Jahre später will Lincoln Rache für den Tod seiner Mutter üben und schießt auf Barts. Dieser ist in Wirklichkeit jedoch ein Vampir und überwältigt Lincoln. Bevor Barts Lincoln töten kann, wird er von Henry Sturgess gerettet. Von Sturgess erfährt Lincoln, dass Vampire existieren, und wie man sie vernichtet. In Springfield, Illinois, wohin Lincoln zieht, wohnt und arbeitet er bei dem Ladenbesitzer Joshua Fry Speed. Lincoln will Anwalt werden und widmet sich neben der Arbeit dem Studium von Gesetzbüchern.

Nachts geht er auf Vampirjagd.

Obwohl ihn Sturgess davor gewarnt hat, engere Beziehungen einzugehen, verliebt er sich in Mary Todd, die er später heiratet. Im Laufe der Zeit gelingt es Lincoln, Barts zu finden und zu vernichten. Mit dem letzten Untotenhauch verrät Barts Lincoln, dass sein guter Freund Sturgess ebenfalls ein Vampir ist. Dessen Frau und er waren von Ur-Vampir Adam gebissen worden. Seine Frau starb, da ihre Seele rein war, Sturgess wurde selbst zum Vampir. Einfach Rache nehmen ging danach nicht mehr – Vampire können keinen Vampire töten, nur Lebende können das. Seitdem bildet Sturgess Vampirjäger aus. Lincoln wendet sich danach von Sturgess ab.

Kinoplakat: Abraham Lincoln, VampirjägerLincoln, mittlerweile Anwalt, arbeitet an seiner politischen Karriere und dem Kampf gegen die Sklaverei. Die hat sich als Nahrungsquelle für die Vampire herausgestellt. Nach seiner Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten ziehen Lincoln und seine Frau ins Weiße Haus. Nach schweren Verlusten gegen die unsterblichen Gegner lässt Lincoln Waffen aus Silber herstellen, die er selbst mittels Zug zu den Soldaten bringen will. Eine gefährliche Reise. Zumal Obervampir Adam davon Wind bekommt …

Was zu sagen wäre

„Stärke, Lincoln, und wahre Macht, erlangt man nicht durch Hass! Sondern durch Wahrheit!” Hurra, die Kalendersprüche, auf die Abe Lincoln sein Weltbild aufbaute, stammen von einem Vampirjäger. Wunderbar. Schon die Ausgangslage ist so herrlich absurd, dass ich für alles noch Absurdere offen bin und dann auch kaum enttäuscht werde.

Außerdem spielt die immer bezaubernde Mary Elizabeth Winstead (The Thing – 2011; Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt – 2010; Stirb Langsam 4.0 – 2008) mit. Rufus Sewell („Vinyan” – 2008; „Liebe braucht keine Ferien” – 2006; Ritter aus Leidenschaft – 2001; Dark City – 1998) spielt einen famosen Schurken, leidenschaftlich kühl, eiskalt jähzornig. Der Krieg gegen die Sklaverei ist ein Krieg gegen Vampire. Mit dem Hauch von Ewigkeit im Epilog. Tim Burton und Timur Bekmambetow kndigten den Film im März 2010 an. Daraufhin wurde der Autor zur Vorlage, Seth Grahame-Smith, beauftragt, das Drehbuch zu schreiben. Im Januar 2011 wurde Benjamin Walker als Hauptdarsteller bekannt gegeben; der setzte sich damit gegen Adrien Brody, Josh Lucas, James D'Arcy, und Oliver Jackson-Cohen durch.

Aber so richtig trauen die Macher sich dann doch nicht, ihren Säulenheiligen auf fröhlich präsidiale Splatter-Jagd zu schicken, es bleibt am Ende der Backenbart- Lincoln auf TV-Serien-Niveau mit vielen Edlen Sätzen, aufgeraut durch ein paar Vampire … auch Blutsauger genannt.

Flott. Over the edge. Überflüssig. Im Kino gibt es Schlimmeres.

Wertung: 3 von 7 €uro
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