Kinoplakat: Zu scharf, um wahr zu sein
Ein feuchter Traum über
Gespenster der Oberfläche
Titel Zu scharf, um wahr zu sein
(She's Out of My League)
Drehbuch Sean Anders + John Morris
Regie Jim Field Smith, USA 2010
Darsteller

Jay Baruchel, Alice Eve, T.J. Miller, Mike Vogel, Nate Torrence, Lindsay Sloane, Kyle Bornheimer, Jessica St. Clair, Krysten Ritter, Debra Jo Rupp, Adam LeFevre, Kim Shaw, Jasika Nicole, Geoff Stults, Hayes MacArthur u.a.

Genre Komödie
Filmlänge 104 Minuten
Deutschlandstart
29. April 2010
Inhalt

Mit der Karriere als Pilot hat es bei Kirk nicht geklappt, aber sein Job im Sicherheitsteam des Flughafens von Pittsburgh ist ihm auch recht. Zumal er mit seinen besten Freunden zusammenarbeitet, Stainer, Devon und Jack.

Kirks Leben bekommt eine neue Richtung, als er der wunderschönen Molly ihr Handy hinterher trägt. Anwältin Molly, die als Eventmanagerin das große Geld macht und in einer Luxuswohnung residiert, entwickelt ernsthafte Gefühle für Kirk und lädt ihn völlig überraschend zu einem Date ein. Der kann es nicht fassen.

Trotz des Klassenunterschieds steht eine ernsthafte Beziehung in Aussicht; an die aber nicht nur er nicht rechtb glauben mag. auch seine Kumpel, Mollys Eltern und Mollys Ex-Freund finden, dass Kirk so gar nicht zu diesem blonden Engel passt …

Was zu sagen wäre

Ein feuchter Traum. So stellen wir Loser uns das Leben doch vor, dass da draußen die eine blonde 90-60-90 ist, die ihre feschen Bomberpiloten-mit-Harvard-Abschluss-und-Efeu-Familie satt hat und sich nach der einen, der reinen, der wahren Liebe sehnt. Aber so wenig, wie wir Loser sind, gibt es es dieses Abziehbild einer Traumfrau. Und trotzdem wird man ja wohl noch ein bisschen träumen dürfen; zumal im Kino. Auf dieser rein äußerlichen Ebene ist das ein hübscher, gelungener One-Night-Stand: kann man gut gucken, tut man sich nicht weh und Alice Eve ist nicht zu ersten Mal ein Hingucker. Schauspielerische Qualitäten spielen hier keine so ausschlaggebende Rolle.

Auf der Meta-Ebene ist der Film eigentlich spannender. Da zeigt er ein Leben in der Neidgesellschaft voller genormter Ideale, die keine Abweichung dulden. Da hat der gute Kirk, der außer dem Namen nichts gemein hat mit jenem virilen Captain vom Raumschiff Enterprise, dem Alice Eve drei Jahre später tatsächlich zuarbeiten wird, die feste Vorstellung, nicht „gut genug zu sein“ und Freunde, die ihn darin stützen sowie eine On-Off-Geliebte, die ihn zappeln lässt und selbst am meisten auf ein wärmend Herz angewiesen wäre. Und auch die wunderschöne Molly mit ihrem reichen Elternhaus ist gefangen in den Vorstellungen ihrer Schichtvertreter; und diesen beiden Exemplaren gefangener Individuen schauen wir nun dabei zu, wie sie aus ihrem Käfig ausbrechen, lernen, sich selbst zu vertrauen und damit dem Gegenüber – aber wie gesagt, das ist nur die Meta-Ebene für die Kritiker. Kirk und Molly fliegen statt dessen am Ende in den Sonnenuntergang von Pittsburgh.

Das ist furchtbar banal. Einerseits. Aber andererseits ein schöner Zeitvertreib mit lustigen Menschen, einer schönen Blondine und einem ermutigenden Traum.

Wertung: 3 von 7 €uro