Kinoplakat: Tracers
Action-Vehikel zur
Star-Finanzierung
Titel Tracers
(Tracers)
Drehbuch Matt Johnson + T.J. Scott + Kevin Lund + Leslie Bohem
Regie Daniel Benmayor, USA 2015
Darsteller
Taylor Lautner, Marie Avgeropoulos, Adam Rayner, Rafi Gavron, Luciano Acuna Jr., Josh Yadon, Johnny M. Wu, Sam Medina, Amirah Vann, Christian Steel, Wai Ching Ho, Chris Jackson, Sean Rahill, Andrew Elvis Miller, Doua Moua u.a.
Genre Action, Crime
Filmlänge 94 Minuten
Deutschlandstart
28. Mai 2015
Inhalt

Cam ist Fahrrad-Kurier in New York – der momentan schnellste Typ auf zwei Rädern, den die Stadt zu bieten hat. Der Sonnyboy schuldet allerdings den falschen Leuten Geld.

Auf der Flucht vor den Gangstern gerät er in einen kleinen Unfall mit einer schönen Unbekannten namens Nikki – 3, 2, 1 ist Cam verknallt. Als er sie aufspürt, wird er in die Welt der Parkour-Läufer eingeführt, die ihn fasziniert. Mit hartem Training erkämpft sich der junge Kurier schon bald einen Platz in Nikkis Gang, die ihre artistischen Fähigkeiten nutzt, um auf lukrative Beutezüge zu gehen.

Aber jede Aktion ist noch riskanter als die vorherige und spätestens als Miller, der geheimnisvolle Anführer der Truppe, auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, sucht Cam nach einem Ausweg für Nikki und sich …

Was zu sagen wäre

Taylot Lautner sucht nach Abschluss der Twilight-Romanverfilmungen nach Verwendung … und Hamburger braten will er wohl nicht. Der vorliegende Film ist geeignet für einen Testosteron überlasteten Realschulnachmittag, an dem die Hausaufgaben zu simpel waren und die Filmauswahl nicht vorhanden; also gab es halt „Tracers“. Ein Typ – jung, Kurierbiker, hübsch – trifft auf hübsche Parcourerin und gemeinsam erleben sie 100 bunte Minuten. Diesen Film braucht kein Mensch.

Sie hörten: die Arroganz. Klar braucht den Film kein Mensch. Aber geht es darum? Nö! Macht er Spaß? Das ist die Frage. Und ich gehe ja nicht in einen Film, der mich auf dem Plakat mit TAY-LOR---LAU-T-NER anschreit und erwarte dann irgendwas mit Filmkunst. Nein, ich will Abenteuer, Unterhaltung, Action, Spaß. Und die Antwort: Nein, der Film macht keinen Spaß! Dieser Film kommt aus dem Nirgendwo und geht ins Irgendwo. Und dazwischen ist die Handlung … auch egal. Die Leute, die den Film gemacht haben, hatten Spaß an der Bewegung, nicht am Drehbuch.

Im Zeitalter der Bodycams, der „GoPro“-Helmkamera, fängt Daniel Benmayor die Dynamik des weiterhin sehr angesagten Parcours-Sports zum mit-der-Zunge-schnalzen ein. Dieser Film ist ein einzigartiges Ballett rasender Subjektiven; ganz schön, dass sie eine kleine Erzählung drumrum gestrickt haben, um die rasanten Fahrten besser verkaufen zu können.

Wertung: 2 von 8 €uro