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Kinoplakat: The score
Große Stars, lahme
Story, ein Langweiler 
Titel The Score
(The Score)
Drehbuch Daniel E. Taylor + Kario Salem + Lem Dobbs + Scott Marshall Smith
Regie Frank Oz, USA 2001
Darsteller

Robert De Niro, Edward Norton, Marlon Brando, Angela Bassett, Gary Farmer, Paul Soles, Jamie Harrold, Serge Houde, Jean-René Ouellet, Martin Drainville, Claude Despins, Richard Waugh, Mark Camacho, Marie-Josée Colburn, Gavin Svensson u.a.

Genre Thriller
Filmlänge 124 Minuten
Deutschlandstart
9. August 2001
Inhalt

Nach einer erfolgreichen Kariere im Einbruchsgeschäft will sich Juwelendieb Nick Wells endlich zur Ruhe setzen. Nachdem seine Freundin Diane klar verständlich gemacht hat, dass sie nicht bereit ist, mit einem Dieb zusammenzuleben, entschließt er sich endgültig, in seiner Heimatstadt Montreal mit seinem Jazz Club ein ehrliches Leben zu beginnen.

Nicks Partner Max, der seit Jahren die Aufträge besorgt und Nicks Beute lukrativ verkauft hat, ist von der Idee gar nicht begeistert. Er kann es sich finanziell auch gar nicht leisten, in den Ruhestand zu gehen. Als Kompromiss schlägt er Max einen letzten großen Deal vor, der für beide genug einbringen soll, um den Job an den Nagel zu hängen. Nick zögert, denn Max' Plan verstößt gegen sämtliche Regeln, die Nick in seiner Gaunerkarriere gelernt hat: Arbeite immer alleine und nie im eigenen Land!

Das Zepter allerdings, auf das es Max abgesehen hat, befindet sich in einem Lagerhaus des Zollamts von Montreal – ohne Partner hat Nick keine Chance, in die gut gesicherte Anlage vorzudringen. Auch hier hat Max schon die Lösung parat: Der sehr clevere, aber mysteriöse Jackie soll Nick helfen, das wertvolle Zepter aus dem Zollamt stehlen.

Die beiden Diebe stehen sich zunächst misstrauisch gegenüber, Nick sieht in dem rücksichtslosen Grünschnabel Jackie ein Sicherheitsrisiko, Jackie dagegen findet, dass Nick nicht mehr den richtigen Biss für den Job und die besten Tage längst hinter sich hat …

Was zu sagen wäre

Robert DeNiro und Marlon Brando gemeinsam vor der Kamera. Die beiden kennen sich – indirekt – weil sie beide den Vito Corleone in Der Pate gespielt haben. Mit diesem Besetzungs-Gag versuchten die Produzenten, ihren Film zu verkaufen. Der Name Brando alleine zieht 2001 nur noch beim älteren Publikum – junge Leute lockt Brando nicht mehr ins Kino („The Brave“ – 1997; D.N.A. – Experiment des Wahnsinns – 1996; Don Juan DeMarco – 1994; „Freshman“ – 1990; Apocalypse Now – 1979; Superman – 1978; Duell am Missouri – 1976; Der letzte Tango in Paris – 1972; Der Pate – 1972; „Die Gräfin von Hongkong“ – 1967; „Meuterei auf der Bounty“ – 1962; „Die Faust im Nacken“ – 1954; „Der Wilde“ – 1953; „Julius Caesar“ – 1953; „Viva Zapata“ – 1952; „Endstation Sehnsucht“ – 1951).

DeNiro variiert hier seine Rolle aus Heat (1995), ist wieder der abgeklärte Profi, der nichts besitzt, was er nicht binnen 15 Minuten fallen lassen kann und der aber jetzt aussteigen will. Ist De Niro gut? Er ist souverän wie immer (15 Minuten Ruhm – 2001; Makellos – 1999; Reine Nervensache – 1999; Ronin – 1998; Große Erwartungen – 1998; Jackie Brown – 1997; Wag the Dog – 1997; Cop Land – 1997; Der Fan – 1996; Heat – 1995; Casino – 1995; Mary Shelleys Frankenstein – 1994; Kap der Angst – 1991). Das hier ist einer dieser Filme, die er macht, um Geld für sein TriBeCa-Filmfestival zu verdienen.

Edward Norton (Glauben ist alles – 2000; Fight Club – 1999; American History X – 1998; Everyone Says I Love You – 1996;Zwielicht – 1996) gibt den Rätselhaften, den üblen Typen mit Charme, dem man nicht über den Weg trauen sollte, es aber doch gerne möchte. Norton macht seinen Job gut, holt das Beste aus der stereotypen Figur raus

Was Marlon Brando in diesem Film will, ist ein Rätsel – vielleicht muss er Schulden abbezahlen. Jedenfalls weigerte er sich am Set zu arbeiten, solange Regisseur Frank Oz im Raum ist; Oz ist in Brandos Augen lediglich das, was er lange synchronisiert hat: „Miss Piggy“ aus der Muppet-Show. Oz hat die Dreharbeiten von einem Nachbarraum via Monitor geleitet.

Wertung: 2 von 6 €uro
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