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Kinoplakat: The Fan
Ein eleganter Hochglazthriller
mit zerrissenen Charakteren
Titel The Fan
(The Fan)
Drehbuch Phoef Sutton
nach dem gleichnamigen Roman von Peter Abrahams
Regie Tony Scott, USA 1996
Darsteller

Robert De Niro, Wesley Snipes, Ellen Barkin, John Leguizamo, Benicio Del Toro, Patti D'Arbanville, Chris Mulkey, Andrew J. Ferchland, Brandon Hammond, Charles Hallahan, Dan Butler, Kurt Fuller, Michael Jace, Frank Medrano, Don S. Davis u.a.

Genre Thriller, Action
Filmlänge 116 Minuten
Deutschlandstart
3. Oktober 1996
Inhalt

Gil Renard verliert nacheinander seinen Job, dann das nach der Scheidung bewilligte Besuchsrecht für seinen Sohn und schließlich ganz den Sinn für die Realität. Als Ersatz für soviel entzogene Liebe dient ihm die Obsession für einen Baseballstar: Bobby Rayburn.

Jedes Mittel ist ihm recht, um seinem Idol aus dem Spieltief zu helfen. Er ermordet seinen Teamkonkurrenten, verstrickt sich immer mehr in Wahngedanken und kidnappt schließlich Rayburns Sohn, weil der ihm die Bluttat nicht danken will …

Was zu sagen wäre

Es ist nicht Tony Scotts bester Thriller. Aber sein Hochglanz verführt auch mit mäßigem Script. Tony Scott (Crimson Tide – 1995; True Romance – 1993; Last Boy Scout – 1991; Tage des Donners – 1990; Beverly Hills Cop II – 1987; Top Gun – 1986), der jüngere Bruder von Alien-Regisseur Ridley, legt auch in diesem Psychopathen-Drama aus der Sportwelt viel Wert auf das perfekt ausgeleuchtete Bild, einen deutlichen – aufdringlichen – Soundtrack und auf cool agierende Hauptdarsteller.

Robert De Niro (Heat– 1995; Casino – 1995; Mary Shelleys Frankenstein – 1994; „In den Straßen der Bronx“ – 1993) agiert spielt den Psychopathen ähnlich eindrucksvoll, wie er das schon bei Martin Scorsese mehrfach, zuletzt in „Kap der Angst“ (1991) getan hat. Wesley Snipes (Money Train – 1995; „Drop Zone“ – 1994; Demolition Man – 1993; „Die Wiege der Sonne“ – 1993; „Weiße Jungs bringen's nicht“ – 1992; „New Jack City“ – 1991) gibt sein Bestes als der arrogante, kalte, wiewohl sehr talentierte Sportler, der zum Opfer wird – allerdings braucht ein Schauspieler für diese Rolle – so wie sie geschrieben ist – nicht viele Facetten.

Tony Scotts Film ist nichts für die Feinschmecker gehobenen Erzählkinos. Aber die Fans des technischen State-of-the-Art-Kino-Handwerks kommen auf ihre Kosten.

Wertung: 7 von 11 D-Mark
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