Kinoplakat: Teenage Mutant Ninja Turtles
Au weia: Der Untergang des
Kinos ist nicht aufzuhalten
Titel Teenage Mutant Ninja Turtles
(Teenage Mutant Ninja Turtles)
Drehbuch Josh Appelbaum + André Nemec + Evan Daugherty + Peter Laird + Kevin Eastman
Regie Jonathan Liebesman, USA 2014
Darsteller Megan Fox, Will Arnett, William Fichtner, Alan Ritchson, Noel Fisher, Pete Ploszek, Johnny Knoxville, Jeremy Howard, Danny Woodburn, Tony Shalhoub, Tohoru Masamune, Whoopi Goldberg, Minae Noji, Abby Elliott, Madison Mason u.a.
Genre Comic-Verfilmung, Action, Abenteuer
Filmlänge 101 Minuten
Deutschlandstart
16. Oktober 2014
Inhalt
In ihrer Kindheit kamen vier Schildkröten mit einer geheimnisvollen Substanz in Berührung, die sie zu humanoiden Lebewesen mutieren ließ. Unter der ebenso mutierten Ratte Splinter wuchsen Donatello, Leonardo, Michelangelo und Raphael unter den Straßen der Stadt auf und wurden von ihm in zahlreichen Kampftechniken ausgebildet.

Mit diesen Fähigkeiten und der Hilfe der tapferen Journalistin April treten sie nun in den Kampf gegen Shredder und seine Armee, um die Welt vor seinen finsteren Plänen zu beschützen …

Was zu sagen wäre
Erstaunlich, dass die fernöstlichen Shaolin-Mönche keine Beleidigungsklage in Los Angeles eingereicht haben. Das, was deren Mönche in jahrzehntelanger Abgeschiedenheit in den Bergen gelernt haben, schafft hier eine Ratte in ein paar Monaten in der New Yorker Kanalisation; und sie unterweist dann noch gleich vier Schildkröten in allen notwendigen Fertigkeiten. Ja, ja, ich weiß schon: Es ist doch nur Film.

Aber!! ES IST DOCH EIN FILM!! Da kann ich doch wohl ein bisschen mehr erwarten, als diese Posse, die in den letzten vierzig Minuten eine einzige digitale, billig animierte Pseudo-Action darstellt. Dieser Film ist das beste Beispiel, dass heutzutage Filme gedreht werden für die Playstation daheim und nicht mehr für die große Leinwand. Heute muss man offenbar keine Rücksicht mehr auf gute SFX oder eine gute Story legen, die Kids kaufen das schon!
Okay: Ich muss zugeben, ich bin der Zielgruppe für diesen Film seit 40 Jahren entwachsen.

Wenn ich den Film also durch (vermutete) Teenageraugen sehe, dann stelle ich fest: Klar ist der Film unterhaltsam. Die vier Schildkröten sind cool. Aber auf eine ordentlich Fight-Choreo warte ich vergebens. Weniger cool ist, dass sie den Showdown dem ersten Amazing Spider-Man entlehnt haben (Giftgas von der Spitze eines Wolkenkratzers, um die Menschheit zu verändern), und da war die Idee schon nicht mehr ganz frisch.

Müde auch, dass William Fichtner den Wohltäter der Stadt spielt. Wenn ich ein paar Krimis in meinem Leben geguckt habe, ahne ich sofort, dass der gefeierte Wohltäter der Oberschurke ist - weil der gefeierte Wohltäter im Krimi immer der Oberschurke ist. Und weil ich auch noch William-Fichtner-Rollen kenne (z.B.: Elysium – 2013; Lone Ranger – 2013), weiß ich sofort, dass er der Oberschurke ist, Wohltäter hin, gefeiert her.

Der Film hat wirklich überhaupt gar nichts, was in Erinnerung bleibt. Ich fürchte, ich habe hier gerade die Zukunft des Kinos gesehen.

Wertung: 2 von 8 €uro