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Kinoplakat: Supergirl
Schlecht. Einfach
Superschlecht
Titel Supergirl
(Supergirl)
Drehbuch David Odell
nach den Comics von Otto Binder und Al Plastino
Regie Jeannot Szwarc, UK, USA 1984
Darsteller

Helen Slater, Faye Dunaway, Hart Bochner, Brenda Vaccaro, Peter O'Toole, Mia Farrow, Marc McClure, Maureen Teefy, Peter Coo, Simon Ward, David Healy, Sandra Dickinson, Robyn Mandell, Jenifer Landor, Diana Ricardo u.a.

Genre Comic-Verfilmung
Filmlänge 120 Minuten
Deutschlandstart
22. März 1985
Inhalt

Argo City, eine Stadt Kryptons, die nach dessen Untergang als ganzes ins All geschleudert wurde und dort Schutz fand. Hier lebt Kara Zor-El das behütete Leben eines jungen, hübschen Mädchen herrschaftlicher Herkunft. Sie ist verspielt. Und das bekommt Argo City nicht so gut: Karas Mentor Zaltar hatte ihr erlaubt, ein wenig mit dem Omegahedron zu spielen, der Kraftquelle der Stadt. Das geht schief, das Omegahedron geht verloren und landet auf der Erde. Argo City droht der Untergang. Kara fühlt sich schuldig und folgt deshalb dem Kristall auf die Erde. Kara ist auch die Cousine von Kal-El, der auf dieser Erde als „Superman” bekannt ist – selber Herkunft, selber Zielort, selbe gelbe Sonne: Auf der Erde hat auch Kara die gewaltigen Kräfte ihres Cousins. Um ihre außerirdische Herkunft zu verbergen, verwandelt sich Kara in das unscheinbare, schüchterne Schulmädchen Linda Lee, die Cousine von Clark Kent.

Währenddessen ist die Hexe Selena in den Besitz des Omegahedron gelangt und verwendet es für ihre bösen Zwecke. Ihr Ziel ist klar: Weltherrschaft. Daneben darf aber der Spaß nicht zu kurz kommen und den entdeckt Selena im gut gebauten Gärtner Ethan, den sie flugs mit einem Liebeszauber belegt, der aber durch einen blöden Zufall auf Kara abgelenkt wird.

Supergirl hat es nicht mehr nur mit der Suche nach dem lebenswichtigen Omegahedron zu tun, sondern auch mit einer üblen hexe und einem liebestollen Gärtner …

 

Was zu sagen wäre

„Für mich gibt es nur ein Ziel: die Welt zu beherrschen!“, sagt die böse Hexe, die sich mit einem Hofstaat aus Transen, Fummeltrinen und anderen Verhaltensauffälligen umgibt. Faye Dunaway („Die Augen der Laura Mars“ – 1978; Network – 1976; Die drei Tage des Condor – 1975; Flammendes Inferno – 1974; Chinatown – 1974; Little Big Man – 1970; Thomas Crown ist nicht zu fassen – 1968) spielt diese Selena gekonnt lustlos als Phrasen schleudernde Edelzicke, die mit ihrer angestrebten Weltherrschaft offenbar kaum mehr erreichen will, als den Gärtner zu vögeln.

Ihr entgegen stellt sich die 21-jährige Helen Slater als proper zurecht ondulierter, hübscher Teenager im blau-gelb-roten Mini-Dress, der sich als dümmlich grinsende Blondine entpuppt, die verspielt mit hochgefährlichen Substanzen spielt und mal eben ihre Welt in Gefahr bringt und auch mal eben so wieder rettet. Peter O'Toole chargiert als Zaltar durch seine schlechten Dialogsätze. Dieser hier zum Beispiel: „Das ist der Quantenwirbel! Wir müssen das Risiko eingehen, verrückt zu werden! Um Berge zu versetzen, musst Du bereit sein, Opfer zu bringen!” Darauf entgegnet Supergirl: „Ich habe Angst, Zoltar!”

Der Film „Supergirl” ist ein bemerkenswertes Produkt: schlecht von der ersten bis zur letzten Minute – völlig Banane, abstruse Handlung, kein Spannungsverlauf. Figuren ohne Entwicklung, ohne Woher, ohne Wohin und der hübsche Gärtner Ethan läuft meistens oben ohne durch die Kulisse. Und am Ende gibts sogar einen Geisterbahn-Geist, echt aus Pappmaché und Kunsthaarperücke und Taschenlampen-Augen.

Da herrscht große Leere in der Phantomzone des Drehbuchs. Nimm ein bekanntes Kostüm, ein paar ehemalige Weltstars, die nicht viel kosten, deren Name auf dem Plakat aber das Produkt adeln und fertig ist die Sause? So einfach ist das? Herr, wirf Comic liebhabende Filmproduzenten vom Himmel!

Wertung: 2 von 9 D-Mark
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