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Kinoplakat: Stirb Langsam - Jetzt erst recht
McClane in Manhattan
hier kennt er sich aus
Titel Stirb Langsam - Jetzt erst recht
(Die Hard with a vengeance)
Drehbuch Jonathan Hensleigh
mit Charakteren von Roderick Thorp
Regie John McTiernan, USA 1995
Darsteller Bruce Willis, Jeremy Irons, Samuel L. Jackson, Graham Greene, Colleen Camp, Larry Bryggman, Anthony Peck, Nicholas Wyman, Sam Phillips, Kevin Chamberlin, Sharon Washington, Stephen Pearlman, Mischa Hausserman u.a.
Genre Action
Filmlänge 131 Minuten
Deutschlandstart
22. Juni 1995
Inhalt

Das ist heute absolut extrem nicht John McClanes Tag: Seit seine Frau ihm vor etwa einem Jahr endgültig den Laufpass gegeben hat, trinkt er zuviel, raucht zuviel, prügelt zuviel – irgendwann zwischen dem 23. und 87. Drink hat man ihn vom Dienst suspendiert.

In Vergessenheit geraten ist er deshalb aber nicht: Ein gewisser Simon möchte ihn sehen … bzw. sprechen. Und dieser Simon untermauert seine Forderung „Holt McClane” mit einer ziemlich aufsehenerregenden Explosion mitten in Manhattan – das Kaufhaus Bonvit Teller fliegt in die Luft.

McClane, völlig verkatert, wird also wieder in Dienst gestellt. Wider jedermanns Willen. Aber was sein muss, muss sein, denn Simon droht: „Tut Leutnant McClane nicht genau das, was ich ihm befehle, geht eine nächste Bombe hoch. Größer, als die heute morgen!”

Mit Zeus, einem Farbigen aus Harlem, den das Schicksal mit dem Stur-Cop verbunden hat, rennt McClane kreuz und quer durch Manhattan, um seine Zeit, in der er besser seinen Kater auskurieren könnte, mit Simons völlig blödsinnigen Rätseln zu vertun.

Warum Simon das tut, was er tut, und dass er mit seiner Rätselei einen ausgeklügelten, wiewohl kriminellen Plan verfolgt, wird McClane erst klar, nachdem er den Central Park per Taxi durchpflügt hat, die Subway-Station ’Wall Street’ in Schutt und Asche liegt und er mit Zeus in letzter Sekunde eine Spielplatzbombe entschärft (das dazugehörige Rätsel finden Sie weiter unten auf der Seite) …

Was zu sagen wäre

Teaserplakat: Stirb Langsam - Jetzt erst recht (mit Jeremy Irons)Kein Hochhaus, kein Flughafen, keine Schächte. in Teil Drei ist ganz Manhattan der Place of Event und die heimliche Hauptdarstellerin des Films. Nach zwei BoxOffice-Flops („Last Action Hero” - USA 1993; „Medicine Man - Die letzten Tage von Eden” - USA 1992) brauchte Regisseur John McTiernan dringend wieder einen Hit. Er fand ein altes Drehbuch mit dem Titel „Simon says …”. Die Story um einen scheinbar verrückten Bombenbastler ergänzte er um die McClane-Figur, gab dieser den durch Pulp Fiction (Quentin Tarantino - USA 1994) populär gewordenen Samuel L. Jackson als Zeus an die Seite und lieferte damit ein ausgesprochen unterhaltsames Action-Vehikel ab.

Am erstaunlichsten ist Jeremy Irons, dem seine Rolle in einem Mainstream-Action-Film offensichtlich sehr viel Spaß macht. Sein Simon versprüht diabolischen Charme (in der Originalfassung mit hartem deutschen Dialekt), dem sich niemand entziehen kann: „Sät's, as sei col: Se plot sikkens!”

Eine Schlüsselszene hat der Film im Anschluss an die Jagd durch den Central Park („I didn't say the Park-Drive. I said through the park!” *wunderbar*). McClane braucht freie Bahn durch den alltäglichen Stau; er greift zum Funkgerät und meldet einen angeschossenen Polizisten an einer bestimmten Straßenecke. Seinem unfreiwilligen Partner Zeus erklärt er, warum es diese Ecke sein muss: Eine Straßenecke weiter sei ein anderes Krankenhaus zuständig, das bei ihrem speziellen Problem nicht weiterhelfen könne. Schon rast ein Krankenwagen mit Blaulicht aus der Seitenstraße und räumt McClane tatsächlich den Weg frei. Die Szene macht deutlicht: Der Mann kennt sich aus. Manhattan ist sein Spielplatz!


Der deutsche Titel mit dem Anhängsel „Jetzt erst recht” leidet nun endgültig unter der ehedem falschen Verwandlung des originalen „Dickkopf” in „langsames sterben”. „Die hard with a vengeance” könnte man frei übersetzen mit „Ein massiver Dickkopf” oder so …

Wertung: 11 von 11 D-Mark
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