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Kinoplakat: Stargate
Passable Popcorn-Posse
Titel Stargate
(Stargate)
Drehbuch Dean Devlin + Roland Emmerich
Regie Roland Emmerich, Frankreich, USA 1994
Darsteller

Kurt Russell, James Spader, Jaye Davidson, Viveca Lindfors, Alexis Cruz, Mili Avital, Leon Rippy, John Diehl, Carlos Lauchu, Djimon Hounsou, Erick Avari, French Stewart, Gianin Loffler, Christopher John Fields, Derek Webster u.a.

Genre Science Fiction
Filmlänge 121 Minuten
Deutschlandstart
9. März 1995
Inhalt

Bei Ausgrabungsarbeiten in der Nähe der Pyramiden von Giseh findet 1928 ein Archäologe rätselhafte Steinplatten, die mit fremdartigen Hieroglyphen übersät sind. Unter den Platten kommt etwas Erstaunliches hervor: ein metallischer Ring mit einem Durchmesser von fast zehn Metern. Bald findet er heraus, dass dieser Ring weder aus der Vergangenheit noch aus Ägypten stammt.

65 Jahre später wird der junge Ägyptologe Daniel Jackson, der mit seinen radikalen Thesen über die Ursprünge der ägyptischen Kultur von seinen Kollegen nur Spott und Verachtung erntet, von einem hochrangigen Soldaten aufgesucht. Colonel Jack O'Neill engagiert ihn für ein streng geheimes Projekt der US-Regierung: Daniel soll die Zeichen auf dem mysteriösen Ring entschlüsseln, der seit seiner Entdeckung von der Regierung unter Verschluss gehalten wurde. Catherine Langford, die Tochter des Archäologen, der einst die geheimen Funde entdeckte, ist überzeugt, dass Daniel der einzige ist, der die Geheimnisse der Hieroglyphen entschlüsseln kann. Daniel macht sich an die Entschlüsselung der Zeichen, und es gelingt ihm tatsächlich, das Rätsel zu lösen.

Es handelt sich um ein Tor, ein funktionstüchtiges Stargate, das die Verbindung zu einem zweiten Stargate in einer anderen, unbekannten Welt herstellt. Gemeinsam mit Colonel O'Neill, der die Mission leitet, und den vier besten Männern aus dessen Spezialeinheit, wagt Daniel den Schritt durch das Stargate. Am anderen Ende finden sie sich in einer zehn Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie wieder, in einer ganz andersartigen Welt. Brutale Krieger mit animalischen Köpfen und hochentwickelten Waffen beherrschen das Wüstenreich. Aus der Forschungsreise wird ein Kampf um Leben und Tod.

O'Neill und Daniel werden von den Truppen des skrupellosen Herrschers Ra bedroht. Sie müssen das Geheimnis der Pyramiden lösen, sonst sind sie alle verloren, denn die bösartigen Kreaturen verschließen den Rückweg durch das Sternentor …

Was zu sagen wäre

Roland Emmerich, 1955 in Stuttgart geboren, inszenierte 1979 sein erstes Filmprojekt „Franzmann”. Mit „Das Arche Noah Prinzip” (1984) und Joey (1985) erregte er Interesse, so dass der Folgefilm Hollywood Monster (1987) bereits in Hollywood produziert wurde. Die US-Filmfirma Carolco wurde auf ihn aufmerksam und verpflichtete ihn für Universal Soldier, ein Action-Stück für Jean-Claude-van-Damme-und-Dolph-Lundgren-Verehrer, aus dem Emmerich einen Überraschungserfolg zauberte.

Für sein Traumprojekt „Stargate“ durfte Emmerich schon 55 Millionen Dollar ausgeben – mit überwältigendem Erfolg. Das fantastische Märchen um ägyptischen Mythologien und Außerirdische, das Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt auf dem Planeten Abydos spielt, hat inzwischen rund 197 Millionen US-Dollar eingespielt. 1.500 Schauspieler und Statisten mussten von dem Kostümdesigner Joseph Porro eingekleidet werden, vier- bis fünftausend Gewänder wurden hierfür angefertigt. Für die Wüstenlandschaften des Planeten wurde die Gegend um Yuma in Arizona auserkoren. Für die Produktionsfirma lohnte sich der Aufwand gleich mehrfach. Ohne dass Emmerich etwas dagegen tun konnte, wurde das Stargate-Prinzip in mehreren TV-Serien sehr erfolgreich (und ohne Emmerichs Beteiligung) ausgeweidet.

Der Film selbst vorne auf der Leinwand bietet ganz passables Action-Abenteuer, das wieder beweist: Deutsche Regisseure sind die besseren US-Patrioten. Kurt Russels Knurr-Colonel Jonathan 'Jack' O'Neil darf sich bei untergehender Sonne seine Marlboro anzünden, nachdem er die Menschheit gerettet hat, die US-Marines retten fremde Kulturen, befreien Sklaven und sind fesche Haudegen – es ist alles ein bisschen schwer zu ertragen und arg überrschungs-arm, aber – wie gesagt – passables Popcorn-Movie.

Die Sanddünen stellten die Filmemacher vor enorme Probleme: Nicht nur tonnenschweres Material musste hier transportiert werden, auch die Erhaltung der Dünen in ihrem originären Zustand forderte der Crew ausgetüftelste Ideen ab. Um Fußspuren zu verwischen, wurde ein riesiger Ventilator und ein Hubschrauber eingesetzt. Am Ende jedoch forderte die Natur eine handfeste Lösung: Eine Brigade Männer und Frauen war mit dem Besen im ständigen Einsatz.

John Carpenter bescherte Kurt Russell mit dem Fernsehfilm „Elvis - The King“ (1979) den Durchbruch. Gemeinsam drehten sie danach noch Die KlapperschlangeDas Ding aus einer anderen Welt und Big Trouble In Little China. Russell, der ständig Charaktere und Genres wechselt, war des weiteren in „Silkwood”, Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen, „Fatale Begierde”, „Captain Ron”, „Tombstone” und Einsame Entscheidung zu sehen.

Wertung: 7 von 10 D-Mark
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