Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart
Mit Comedy-Elementen erreicht
die Enterprise Betriebstemperatur
Titel Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart
(Star Trek IV - The Voyage Home)
Drehbuch Leonard Nimoy + Harve Bennett
nach Motiven von Gene Roddenberry
Regie Leonard Nimoy, USA 1986
Darsteller William Shatner, Leonard Nimoy, DeForest Kelley, James Doohan, George Takei, Walter Koenig, Nichelle Nichols, Mark Lenard, Jane Wyatt, Majel Barrett, Robert Ellenstein, John Schuck, Brock Peters, Robin Curtis, Catherine Hicks u.a.
Genre Science Fiction
Filmlänge 119 Minuten
Deutschlandstart
26. März 987
Website startrek.com
Inhalt

Mit dem Raumschiff der Klingonen hat sich die Besatzung des zerstörten Raumschiffs Enterprise in Sicherheit gebracht. Da empfangen sie einen Notruf von der Erde. Eine riesige Sonde bedroht den Planeten, sendet unverständliche Signale aus und löst eine globale Naturkatastrophe aus. Mr. Spock entschlüsselt die Signale: es sind Gesänge einer längst ausgestorbenen Lebensform – Buckelwale.

Um sich zu retten, benötigt die Menschheit also Buckelwale. Die gibt es jedoch nur in der Vergangenheit. Kurzerhand beschließt die Crew an Bord des Klingonen-Raumers einen Zeitsprung. Zurück ins Jahr 1986. So weit, so gut. Aber die Gesellschaft des Landes im Jahr 1986 hat wenig mit dem Leben in der hochtechnisierten, sozial ausgewogenen Zukunft zu tun. Und mit Buckelwalen ist das auch so eine Sache.

Die Wale finden sie in einem Meeresbiologischen Institut in San Francisco. Betreut von der energischen Gillian Taylor …

Was zu sagen wäre

Kinoplakat: Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart„Treffen Sie alle Vorbereitungen für einen Zeitsprung.” So einfach ist das im Star-Trek-Universum, wenn man sich mal einer Technik bedienen muss, die es eigentlich nicht gibt.

Star Trek goes Comedy. Endlich hatten die Produzenten sich freigeschwommen, hatten sich auf den Geschmack der mittlerweile rasch größer werden Trekker-Gemeinde eingeschossen und legten eine Folge hin, die ganz wenig Weltraum-Szenen hat, wenig SciFi-Elemente aufweist, sich statt dessen vor allem in unserer damaligen Gegenwart aufhält.

In der Tat eine Heimkehr

Gene Roddenberrys Geist hat sich nun auch endlich mit dem neuen Kinouniversum versöhnt: The Voyage Home ist der Öko-Part der Serie, angereichert mit ein bisschen Wellness-Oase. Scotty missversteht die Computermouse als Mikrofon, um mit dem Computer zu sprechen, Kirk erklärt den Nutzen „farbiger Metaphern” in der Sprache des ausgehenden 20. Jahrhunderts und meint verdammt noch mal das kräftige Fluchen, Spock zitiert Shakespeares Hamlet „Erster Akt, vierte Szene”, weist einen Punker mit zu lautem Ghettoblaster in die Schranken und klärt über die größten Versäumnisse unserer Zeit auf: Atomkraft primitiv, Verschmutzungsgrad der Atmosphäre erheblich.

Noch was Neues: Admiral Kirk, der nun drei lange Folgen lang unter seinem Sesselpupser-Rang gelitten hat und endlich zum Captain degradiert wird, damit er wieder Raumschiffe befehligen kann, bekommt einen Korb von der attraktiven Zoologin – zugunsten zweier Wale. Und aus dem Windschatten der peinlich gescheiterten U.S.S. Excelsior schält sich die runderneuerte U.S.S. Enterprise 1701 A. The Voyage Home ist in der Tat eine Heimkehr.

Wertung: 10 von 10 D-Mark