Kinoplakat: Spot
Ein kluger Hund, ein smarter Junge,
ein netter Tollpatsch und eine schöne Frau
Titel Spot
(See Spot run)
Drehbuch George Gallo + Gregory Poirier + Dan Baron + Chris Faber + Andrew Deane + Michael Alexander Miller + Stuart Gibbs + Craig Titley
Regie John Whitesell, USA 2001
Darsteller David Arquette, Michael Clarke Duncan, Leslie Bibb, Joe Viterelli, Angus T. Jones, Steven R. Schirripa, Anthony Anderson, Paul Sorvino u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 94 Minuten
Deutschlandstart
12. April 2001
Inhalt

Briefträger Gordon Smith hat gelernt, bei seinem täglichen Spießrutenlaufen durch die Vorgärten der Stadt bissigen Vierbeinern aus dem Weg zu gehen. Dagegen sucht er unbedingt die Gesellschaft der schönen Nachbarin Stephanie – bisher allerdings vergeblich. Steph hält Gordon – nicht ganz zu unrecht – für ein kindliches Gemüt, das zufällig erwachsen ist. Nun muss Stephanie geschäftlich für einen Tag aus der Stadt, kann aber ihren Jungen, James, nicht mitnehmen.

Die Babysitterin fällt urplötzlich aus. Für Gordon die Chance, sich ihr als verantwortungsbewusstes Mitglied der erwachsenen Gesellschaft zu präsentieren. Er bietet an, auf James aufzupassen. Stephanie hat keine Zeit mehr, eine Alternative zu finden und stimmt zu. Gleichzeitig zieht sich FBI-Agent Nr. 11 den Zorn des Mafia-Paten Sonny Talia zu: Nr. 11 ist ein Spürhund, der ganze Stolz des FBI-Trainers Murdoch, und er packt Talia an seiner empfindlichsten Stelle (ja, genau da, wo Sie, liebe Leser, glauben).

Talia will sich rächen. Er setzt zwei seiner Killer auf Nr. 11 an. Die beiden sind nicht begeistert, fürchten um ihren guten Killerruf – wer hat schließlich je davon gehört, dass die Mafia Hunde umbringt –, machen sich aber an die Arbeit. Nr. 11 kann entkommen, nachdem er um ein Haar einem Verräter in den Reihen des FBI aufgesessen wäre. Er versteckt sich in einem Postauto. Ausgerechnet in Gordons Postauto. In dem hinten zu allem Überfluss – und vorschriftswidrigerweise – auch noch James sitzt.

James schließt den Hund sofort in sein Herz. Gordon nicht. Von nun heißt der Hund „Spot”. James überredet Gordon, den sabbernden, aber ausgesprochen folgsamen Hund zu adoptieren. „Spot” sorgt dafür, dass die drei schon bald unzertrennlich werden. Mittlerweile ist das FBI dem verschwundenen Star-Agenten auf der Spur. Und auch die Killer lassen sich trotz etlicher Rückschläge nicht entmutigen, denn sie fürchten die Wut des Paten.

Und wo ist derweil die hübsche Nachbarin und Mutter Stephanie? Ihre Rückreise vom Geschäftstermin erweist sich als Katastrophenmagnet, der ihre schöne, wohl geordnete Welt zum Einsturz bringt und ihre Heimreise durch eine Absurdität nach der anderen erschwert …

Was zu sagen wäre

Und wenn sie nicht gestorben sind … willkommen in einem modernen Großstadtmärchen für Kinder.

Ein niedlicher Hund, klüger als sein Herrchen, und ein knuddeliger Junge, folgsamer als sein Babysitter – eine unschlagbare Mischung. Dazu verfilmte Briefträgerwitze, ironische Versatzstücke aus zahlreichen Mafiafilmen und eine Prise „Kevin allein zu Haus”-Dramatik und fertig ist eine nette Komödie, in der David Arquette (Scream – USA 1996) als Postbote in bester Slapstick-Manier in jeden Sch…haufen fällt, der am Wegesrand liegt.

Nicht erstaunlich, dass der Hund seinen menschlichen Kollegen manche Szenen stiehlt. Erstaunlich aber ist, dass er das tut, weil er die bessere Mimik hinbekommt. Produzent Robert Simonds sagt: „Wenn man am Drehort erscheint, weiß man, dass die Tiere aufs Stichwort parieren werden – manchmal besser als die Schauspieler.” Fairerweise muss man sagen, dass Spot insgesamt von fünf Hunden dargestellt wird. Neben dem Haupthund gab es vier Stunt-Hunde; jeder hatte drei oder vier verschiedene Bewegungsabläufe einstudiert, präsentierte wahlweise FBI-Aktionen, kuschelte sich, sprang, rannte oder knurrte. Das ganze Hundeprogramm eben. Hauptsächlich wird „Spot” von der 45 Kilogramm schweren Bulldogge Bob aus England gespielt. Mathilde DeCagney, Tier-Coordinatorin: „Von der Zucht her ist er ein ganz besonderes Exemplar, denn Doggen sind normalerweise riesig und nicht so attraktiv wie Bob. Die Produzenten wünschten sich aber einen Superhund und Bob war schlicht perfekt!”

Man muss solche Filme halt mögen. Weil dieser Film aber schon auf dem Plakat so ziemlich alles sagt, was man beim Kauf der Kinokarte wissen muss und dann auch nur ein wenig durch das doch dümmliche Drehbuch enttäuscht wird, bekommt er die fast volle Punktzahl.

Wertung: 5 von 6 €uro