Kinoplakat: Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht
Eine schöne Idee
schlecht erzählt
Titel Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht
(Sliding Doors)
Drehbuch Peter Howitt
Regie Peter Howitt, UK, USA 1998
Darsteller

Gwyneth Paltrow, John Hannah, John Lynch, Jeanne Tripplehorn, Zara Turner, Douglas McFerran, Paul Brightwell, Nina Young, Virginia McKenna, Kevin McNally, Terry English, Paul Stacey, Peter Howitt, Joanna Roth, Neil Stuke u.a.

Genre Komödie, Drama
Filmlänge 99 Minuten
Deutschlandstart
19. November 1998
Inhalt

Helen verliert ihren Job bei einer Londoner PR-Firma. Auf dem Weg zur U-Bahn-Station gabelt sich ihr Schicksalsweg.

  • In ihrer weniger glücklichen Inkarnation schließt sich die Zug-Tür vor ihrer Nase. In Folge wird sie in einem Sandwich-Shop jobben, von ihrem Freund Gerry schwanger und alles in allem ein tristes Dasein führen.
  • Ganz anders die beschwingte Helen, die besagten Zug gerade noch erwischt: Jetzt lernt sie den charmanten James kennen und im Laufe der Zeit lieben, ertappt zuvor jedoch ihren Freund mit dessen Geliebter.

Letzlich schließt sich der Kreis mit übernatürlicher Fügung …

Was zu sagen wäre

Ein wenig erinnert die Struktur des Films an den deutschen Erfolg „Lola rennt” (Tom Tykwer 1998). Nach dem Was-wäre-wenn?-Prinzip kann der Bruchteil einer Sekunde – in diesem Fall die erreichte, bzw. nicht erreichte U-Bahn – den weiteren Verlauf des Lebens entscheidend beeinflussen. Die romantische Beziehungskomödie verfolgt parallel versetzt beide Möglichkeiten, schöpft aber ihr Potenzial nicht aus.

Zu durchsichtig geraten die gegeneinander laufenden Handlungsstränge nach Moral-Schema F – Tue das Richtige und Du wirst belohnt werden. Diese Belohnung fällt ier durchaus schmerzhaft aus, aber da ist es dann schon egal. Gwyneth Paltrow („Jane Austens Emma” – USA 1996; „Der Zufallslover” – USA 1996; „Moonlight & Valentino” – USA 1995; Sieben – USA 1995; „Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis” – USA 1994; Malice – Eine Intrige – USA 1993; „Hook” – USA 1991) ist mit den Handlungssträngen als solche jedenfalls unterfordert – mit dem wechselnden Auftritt indes, je nach Ebene, aber überfordert.

Wertung: 4 von 11 D-Mark