Kinoplakat: Shadow und der Fluch des Khan
Opulentes Kino-Comic
mit ganz dünner Story
Titel Shadow und der Fluch des Khan
(The Shadow)
Drehbuch David Koepp
nach Charakteren aus „The Shadow” von Walter B. Gibson
Regie Russell Mulcahy, USA 1994
Darsteller Alec Baldwin, John Lone, Penelope Ann Miller, Peter Boyle, Ian McKellen, Tim Curr, Jonathan Winters, Sab Shimono, Andre Gregory, Brady Tsurutani, James Hong, Arsenio 'Sonny' Trinidda, Joseph Maher u.a.
Genre Comic-Verfilmung
Filmlänge 108 Minuten
Deutschlandstart
27. Oktober 1994
Inhalt

Lamont Cranston ist ein nach außen hin reicher, vom Leben gelangweilter New Yorker Playboy. In der Tiefe der Nacht wird er jedoch zu Shadow, dem maskierten Rächer mit übernatürlichen Fähigkeiten. Zu diesem Leben hat ihn ein tibetanischer Tulku geführt, nachdem er viele Jahre als blutrünstiger Drogentyrann Ying Ko die Welt unsicher machte. Der Tulku lehrte ihn, den Geist anderer zu manipulieren und die Furcht in den Herzen der Menschen für seine Zwecke zu nutzen.

Nun ist ein anderer Schüler des Tulku nach New York gekommen: Shiwan Khan, der letzte Nachkomme des Mongolenkaisers Dschingis Khan, hat das Kloster in Tibet geplündert und den lebenden Dolch Phurba gestohlen, vor dem sich Shadow von jeher fürchtet. Mit genauso mächtigen telepathischen Kräften wie der nächtliche Rächer ausgestattet, will Shiwan in der Metropole den Wissenschaftler Reinhardt Lane dazu bringen, ihm eine mächtige Waffe zu bauen: eine Berylliumkugel mit speziellen Sprengladungen, besser bekannt als Atombombe.

Doktor Lanes Tochter Margo, die gerade mit Cranston anbändelt, stellt fest, dass ihr Vater entführt wurde. Sie bittet ihren neuen Verehrer um Hilfe, woraufhin Shadow aktiv wird. Das erste Duell mit Khan wird jedoch fast zur Katastrophe, er ist mit den Kräften seines Gegners überfordert. Dieser schickt per Hypnose Margo aus, um Shadow zu töten. Als Cranston sie abwehren und aufwecken kann, stellt er fest, dass seine Fähigkeit, die Gedanken anderer zu manipulieren, bei ihr nicht wirksam ist - sie weiß jetzt, dass Cranston der Shadow ist.

Teaserplakat: Shadow und der Fluch des Khan

Shadow und Margo dringen in Khans Versteck vor, und während sie ihren Vater rettet, stellt sich der einsame Rächer zuerst Claymore und dann Shiwan und dem gefürchten Zauberdolch …

Was zu sagen wäre


Eine Verfilmung der Radio- und Comicserie „The Shadow”, die offensichtlich nicht ihren Superhelden im Blick hat, sondern eher das Decor drumrum. Das ist schönster Roaring-Tewenties-Art-Deco-Mix, wunderschön ausgeleuchtet. Die Kostüme von Penelope Ann Miller - exquisit. Die Story hingegen langweilt schnell. Sie klaut schamlos bei „Indiana Jones und der Tempel des Todes - USA 1984) - sogar das Plakatmotiv des Films (s.o.) ist eine Anlehnung.

Und damit ist es ein typischer Russel-Mulcahy-Film: prächtig anzuschauen, wenig Tiefe. Mulcahy hat nur einmal - mit „Highlander - Es kann nur einen geben” (USA/UK 1986) - wirklich für Aufsehen im Kino gesorgt. Seine anderen Filme - ob rasende Wildschweine im australischen Outback („Razorback”, 1984) oder wildgewordene Killer-Maniacs in „Ricochet - Der Aufprall” (USA 1991) oder tobende Untote in „King Tut - Der Fuch des Pharao” (USA 2006) - waren Durchschnittsware ihres jeweiligen Genres.

In Hollywood planen sie eine Neuverfilmung der Shadow-Figur. Der vorliegende Film spielt dabei als Vorlage keine Rolle mehr. Sam Raimi (Spider-Man), der die Regie schon damals abgelehnt hat, will allerdings auch bei der neuen Version nicht. 

Wertung: 4 von 10 D-Mark-