Kinoplakat: Seventh Son
Gefälliger Fantasy-Quatsch
für den schnellen Verzehr
Titel Seventh Son
(Seventh Son)
Drehbuch Charles Leavitt + Steven Knight + Matt Greenberg
nach dem Roman „The Spook's Apprentice“ von Joseph Delaney
Regie Sergei Bodrov, USA, UK, Kanada, China 2014
Darsteller

Jeff Bridges, Ben Barnes, Julianne Moore, Alicia Vikander, Antje Traue, Olivia Williams, John DeSantis, Kit Harington, Djimon Hounsou, Gerard Plunkett, Jason Scott Lee, Kandyse McClure, Luc Roderique, Zahf Paroo, Timothy Webber u.a.

Genre Fantasy
Filmlänge 102 Minuten
Deutschlandstart
5. März 2015
Inhalt

Noch ahnt der junge Tom Ward nicht, dass das Schicksal der Welt in seinen Händen liegt. Als siebter Sohn eines siebten Sohnes gehört er ohne sein Wissen zu den so genannten Spooks, Geister- und Monsterjägern, die den Mächten der Finsternis den Kampf angesagt haben.

Erst der geheimnisvolle John Gregory, der letzte Meister in der Kunst der Spooks, offenbart ihm seine wahre Bestimmung. Doch viel Zeit bleibt Gregory nicht mehr, Tom sein uraltes Wissen weiterzugeben, steht doch die Rückkehr der mächtigen Hexe Malkin bevor.

Der einst von Meister Gregory eingesperrten finsteren Magierin ist es gelungen, aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Schnell versammelt sie eine ganze Armee übernatürlicher Gestalten hinter sich, um die Spooks ein für alle Mal zu vernichten und die Welt in ewige Dunkelheit zu hüllen …

Was zu sagen wäre

Jaaa, und der Titelheld ist einzigartig, Sohn einer Hexe und Lehrling eines Zaubers, das gab es noch nie und in ihm schlummert eine besondere Kraft, gähn. Das ist alles so ausgelutscht, wie die Farbenlehre aus den 1970er Jahren. Damals konnte man noch widerspruchslos alle Menschen weißer Haupfarbe als die Guten darstellen und alle Farbigen, Asiaten (Fremdartigen) und Hexen als eindeutig böse. Das ist so plump, dass man den Film an dieser Stelle abhaken kann.

Und am Ende bekommt der zum Zauberer erhobene Held von seinem Mentor auch noch den Rat, bloß nicht auf das zu hören, was sein alter Mentor ihm so alles beigebracht hat: „Vergiss das alles! Lebe Dein Leben!“ Na gut, dann tun wir das.

Tröstlich wenigstens: Wenn ich im Multiplexkino aus Versehen das falsche Kino erwischt habe und in diesem Film lande, bekomme ich flottes Entertainment – ohne Tiefgang, aber mit dem hübschen Gesicht-der-Saison, Alicia Vikander („Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt“ – 2013; „Anna Karenina“ – 2012). Den jungen Helden gibt Ben Barnes („Big Wedding“ – 2013; „Der Dieb der Worte“ – 2012; „Das Bildnis des Dorian Gray“ – 2009; „Die Chroniken von Narnia – Prinz Kaspian von Narnia“ – 2008; „Der Sternwanderer“ – 2007), der immer besetzt wird, wenn ein glutäugiger Good-Looking in flotten Kostümen gebraucht wird. Julianne Moore („Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 1“ – 2014; Still Alice – 2014; Non-Stop – 2014; Carrie – 2013; Crazy, Stupid, Love. – 2011), die hier die böse Hexe Mother Malkin spielt, kann nicht mehr zeigen, als dunkle Kontaktlinsen und ein paar Rauchtricks. Jeff Bridges hat ein paar hübsche Momente, was aber eher daran liegt, dass das bei einem wie Bridges („Hüter der Erinnerung – The Giver“ – 2014; True Grit – 2010; TRON: Legacy – 2010; Männer, die auf Ziegen starren – 2009; Iron Man – 2008; The Door in the Floor – 2004; Rufmord – Jenseits der Moral – 2000; Arlington Road – 1999; The Big Lebowski – 1998; White Squall – Reißende Strömung – 1996) nicht zu vermeiden ist. Eigentlich spult er nur das Bild eines versoffenen Zausels ab.

Es fliegen ein paar Drachen, eine schwarze Amazone verwandelt sich dauernd in einen Leoparden (ausgerechnet) und das Plakat sieht aus, wie ein ich-will-ein-zweiter-Herr-der-Ringe-sein.

Wertung: 2 von 8 €uro