Kinoplakat (US): In the Name of the King - Schwerter des Königs: Die letzte Mission
Ganz nettes TV-Futter
mit einem abrupten Ende
Titel Schwerter des Königs – Die letzte Mission
(In the Name of the King III)
Drehbuch Joel Ross
Regie Uwe Boll, Kanada, Bulgarien 2014
Darsteller

Dominic Purcell, Ralitsa Paskaleva, Bashar Rahal, Nikolai Sotirov, Petra Gocheva, Joan Mihailov, Marina Dakova, Fahradin Fahradinov, Anatoli Netchev, Tatyana Pedersen, Daria Simeonova, Stefan Spassov, Shelly Varod, Yavor Vesselinov u.a.

Genre Fantasy, Action
Filmlänge 88 Minuten
Deutschlandstart
5. Februar 2014
Inhalt

Der amerikanische Auftragskiller Hazen Kaine ist seit Jahren erfolgreich im Geschäft – er arbeitet in Sofia für die, die am besten zahlen. Über die jahre hat er Skrupel bekommen; es ist für ihn an der Zeit, auszusteigen und sich zur Ruhe zu setzen. Einen letzten Job von der Mafia will Hazen allerdings noch annehmen: Er soll die zwei Kinder des Milliardärs Andon Rakovski entführen und in einem Container einschließen. Klingt einfach. Lukrativ. Und wird zu einem bedrohlichen Unterfangen zwischen Zeit und Raum.

Blu-ray-Cover (US): In the Name of the King IIIEines der beiden Mädchen trägt eine mysteriöse Halskette, die dem Killer bei seinem Angriff in eine Parallel-Welt befördert. In der mittelalterlichen Umgebung wird er schnell vom Jäger zum Gejagten und sieht sich einem ungeahnten Feind gegenüber: Einem Drachen …

Was zu sagen wäre

Ein Film ohne Anfang und ohne Ende. Bei diesem film bleibt alles offen – inklusive des Endes. Woher hat der Killer die Tätowierung, die so aussieht, wie das Medaillon des Mädchens? Welche Verbindung besteht zwischen den beiden Zeitebenen, die doch immerhin zum Teil dieselben Schauspieler beherbergen? Nein: An der „3“ hinter dem (Original-)Titel kann es eigentlich nicht liegen – in den Vorgängern spielte Jason Statham bzw. 80er-Jahre Hau-Drauf-und-Schluss-Ikone Dolch Lungern (Rocky IV – 1985) die Hauptrolle, hier ist es Dominic Purcell (Assault on Wall Street – 2013; Straw Dogs – Wer Gewalt sät – 2011; „Prison Break“ – TV-Serie 2005-2009; „Equilibrium“ –  2002; Mission: Impossible II – 2000), momentan erste Wahl des deutschen Regisseurs Uwe Boll, der sich auch hier wieder die Freiheit nimmt, sich an keine Konvention zu halten – auch nicht an die des klassischen Erzählens von Alpha nach Omega (Assault on Wall Street – 2013; Schwerter des Königs – Zwei Welten – 2011; „Auschwitz“ – 2011; „Max Schmeling“ – 2010; Rampage – 2009; „Far Cry“ – 2008; Postal – 2007; „Schwerter des Königs – Dungeon Siege“ – 2007; „Seed“ – 2006; „Alone in the Dark“ – 2005).

Boll liebt den chronologisch vor und zurück springenden Jump Cut; das erspart ihm Szenen, in denen dem Zuschauer nur erklärt werden muss, warum eine Figur jetzt in B  steht, wo sie gerade noch in A lag – und das sind meist Zeitfresser-Szenen, die sich Boll, Independent-Regisseur, der auf dem umkämpften schnellen DVD-Markt Erfolge hat, nicht leisten will. Bolls Filme sind erklärtermaßen keine Kunst. Er will was erzählen und er will, dass die Leute sich das uch angucken. An seine Jump Cuts hat man sich augenblicklich gewöhnt.

Daran, dass vorne und hinten keine Story zu Ende erzählt wird, gewöhnt man sich nicht.

Wertung: 2 von 7 €uro