Kinoplakat: Schlappe Bullen beißen nicht
Aykroyd und Hanks in nicht
ganz unwitzigem Buddy-Movie
Titel Schlappe Bullen beißen nicht
(Dragnet)
Drehbuch Dan Aykroyd + Alan Zweibel + Tom Mankiewicz
nach der Radio- und TV-Serie von Jack Webb
Regie Tom Mankiewicz, USA 1987
Darsteller Dan Aykroyd, Tom Hanks, Christopher Plummer, Harry Morgan, Alexandra Paul, Jack O'Halloran, Elizabeth Ashley, Dabney Coleman, Kathleen Freeman, Bruce Gray, Lenka Peterson, Julia Jennings, Lisa Aliff, Joe Altmark, Nina Arvesen u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
17. Dezember 1987
Inhalt

Es gibt schönere Tage im Leben von Joe Friday. Der LA-Cop bekommt einen neuen Partner: Pep Streebeck. Streebeck ist einer von der Sorte Chaos und unangepasst. Friday hingegen liebt Vorschriften, kennt alle Paragrafen beim Vornamen und hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Friday und Streebeck kommen auf die Spur der Sekte der Satanisten People Against Goodness And Normalcy (PAGAN), die von dem Reverend Jonathan Whirley angeführt wird. Sie schleusen sich in ein Treffen der Sekte ein und retten eine Jungfrau, Connie Swail, vor einer Riesenschlange. Joe und die Jungfrau Connie Swail finden sofort Gefallen aneinander. Captain Gannon, Vorgesetzter von Friday und Streebeck glaubt seinen Cops wider Willen – es gehört zu seinem Job, Mitarbeitern zu vertrauen. Am nächsten Morgen fahren sie also zu der Stelle, wo die Rituale stattfanden. Aber da ist nichts mehr zu sehen, keine Spuren mehr zu finden.

Whirley ist ein bekannter Geistlicher mit Beziehungen im Polizeipräsidium, der Karriere in der Politik machen will. Als Friday ihn in einem Restaurant als eben jenen Sektenführer identifiziert, verhaftet er ihn. Sehr zum Missfallen der Polizeipräsidentin. Die ist nämlich mit Whirley befreundet. Kurzerhand suspendiert sie Friday. Die Polizisten verhindern trotzdem einen Anschlag, den Whirley ausüben will.

Daraufhin entführt Whirley Connie Swail als Geisel und will die USA per Flugzeug verlassen. Sehr zum Missfallen der Polizisten Friday und Streebeck …

Was zu sagen wäre

Buddy-Movies leben zwingend von der Gegensätzlichkleit ihrer Buddies. Die Buddies in „Dragnet“ erinnern an die Wohnungs-Buddies Felix und Oscar aus der „The Odd Couple“ (1968 mit Jack lemmon und Walter Matthau).

Dan Aykroyd („Spione wie wir“ – 1985; „Kopfüber in die Nacht“ – 1985; Ghostbusters – 1984; „Die Glücksritter“ – 1983; Blues Brothers – 1980) in der Vorschriften liebenden Felix-Rolle gibt ein Mimikry zur Original-Serie. Sein Joe Friday kleidet sich, wie die Originale aus der TV-Version, inklusive Hut. Dass Tom Hanks den Chaoten spielt, ist halbwegs überraschend: Hanks hat sich einen Namen gemacht als braver, wohlorganisierter Jungmann, der aus unterschiedlichen Gründen in (filmtaugliche) Not gerät (Nothing in Common – 1986; „Geschenkt ist noch zu teuer“ – 1986; „Alles hört auf mein Kommando“ – 1985; Bachelor Party – 1984; Splash – Jungfrau am Haken – 1984).

Die beiden, Aykroyd und Hanks, sind schon so ziemlich die einzigen Pluspunkte des Films. Script und Inszenierung kommen über Dutzendware kaum hinaus – der edle Heilige, der sich als gemeingefährlicher Macchiavelli entpuppt ist ein dankbares Sujet für Filme, in denen Buddies ihre Gegensätze austoben können. Das ist sauber inszeniert – Tom Mankiewicz hat sein Handwerk seit Anfang der 80er Jahre im auf Effizienz getrimmten TV-Betrieb mit diversen Folgen von „Hart aber herzlich“ gelernt – und so geschrieben, dass die Gags in möglichst hoher Dichte untergebracht werden können.

Wertung: 6 von 10 D-Mark