IMDB
Kinoplakat: Schatten der Wahrheit
Wow! Großes Kino!
Große Schauspieler!
Titel Schatten der Wahrheit
(What lies beneath)
Drehbuch Clark Gregg + Sarah Kernochan
Regie Robert Zemeckis, USA 2000
Darsteller Harrison Ford, Michelle Pfeiffer, Miranda Otto, James Remar, Katharine Towne, Victoria Bidewell, Amber Valetta, Diana Scarwid, Dennison Samaroo, Jennifer Tung, Eliott Goretsky, Rachel Singer, Daniel Zelman, Ray Baker, Wendy Crewson u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 130 Minuten
Deutschlandstart
28. September 2000
Inhalt

Der Tag hatte etwas von Trauer und von Freude: Ihre Tochter hatte sich aufs College verabschiedet, ihr Haus würde nun leer sein. Dr. Norman Spencer, der gefeierte Genetiker und seine Frau Claire würden jetzt viel Zeit für sich haben.

Dr. Spencer würde sich voll auf seine Forschung konzentrieren. Claire würde ihren Garten pflegen. Seit sie in ihr neues Haus gezogen waren, seit ihrem schweren Autounfall, hatte sie sich darum nicht wirklich kümmern können. Ein neues Leben würde beginnen. Allerdings ist Claire nicht ganz bei der Sache. Ihre neuen Nachbarn lenken ab.

Dauernd streiten sie sich - ganz anders, als sie und Norman, man könnte behaupten, sie führten die perfekte Ehe - und eines stürmischen Abends trägt ihr Nachbar einen schweren Sack in sein Auto und fährt davon. Seine Frau bleibt daraufhin verschwunden. Ein Mord? Und warum fallen plötzlich Bilder vom breiten Sideboard? Warum geht die Haustür dauernd auf? Wer ist die Person, die Claire behauptet in Visionen zu sehen - meist im Badezimmer?

Dr. Norman Spencer ist verwirrt: Seit ihrer Hochzeit, seit Claire ihr gefeiertes Cello-Spiel an den Nagel hing, war sie die perfekte Ehefrau. Und jetzt diese Gespenstervisionen? Claire besucht einen Psychater. Aber auch ohne diesen blättern Erinnerungen. Erinnerungen an etwas, das ihre Ehe in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Und was will das Gespenst ..?

Was zu sagen wäre

Robert Zemeckis (Zurück in die Zukunft, Forrest Gump) wechselt die Tonart. Weg von der schnellen, fröhlichen, positiven Grundstimmung hin zu einem unheimlichen Kammerspiel, das ganz von seinen beiden Stars Michelle Pfeiffer (An deiner Seite – 1999; Tage wie dieser … – 1996; Aus nächster Nähe – 1996; Dangerous Minds – 1995; Batmans Rückkehr – 1992; Frankie und Johnny – 1991; Das Russland-Haus – 1990; „Die fabelhaften Baker Boys“ – 1989; Tequila Sunrise – 1988; Die Mafiosi-Braut – 1988; „Die Hexen von Eastwick“ – 1987; Kopfüber in die Nacht – 1985; Scarface – 1983) und Harrison Ford getragen wird. Gedreht hat Zemeckis diesen Film in einer Drehpause eines anderen Films.

Mit Tom Hanks arbeitete Zemeckis Ende der 1990er Jahre an dem Robinson-Crusoe-Drama Cast Away - Verschollen. In diesem Film verliert Hanks als Gestrandeter ordentlich an Leibesumfang; die Zeit, die der Schauspieler brauchte, um sich runterzuhungern, nutzte Zemeckis, um diesen kleinen, feinen Thriller zu produzieren und inszenieren.

Ein Thriller, der kein neuer Hitchcock sein will, diesem aber in jeder Szene seine Reverenz erweist. Und ungefähr 27 mal stellt sich dem Zuschauer die Frage, wann wer (oder was) um die Ecke kommt. „Jetzt!“ ??? „Aber jetzt!“ ??? „Jetzt endlich“ ??? „Oder doch gar nicht?“ Ein Klasse-Thriller, der zudem über weite Strecken ganz ohne Musikuntermalung auskommt.

Wertung: 11 von 11 D-Mark
IMDB