Kinoplakat (US): Reservoir Dogs
ein Film zwischen Madonna
und blutigen Exzessen
Titel Reservoir Dogs
(Reservoir Dogs)
Drehbuch Roger Avary + Quentin Tarantino
Regie Quentin Tarantino, USA 1992
Darsteller Harvey Keitel, Tim Roth, Chris Penn, Steve Buscemi, Lawrence Tierney, Michael Madsen, Eddie Bunker, Randy Brooks u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 99 Minuten
Deutschlandstart
10. September 1992
Website miramax.com/reservoir-dogs
Inhalt
Sechs Gangster treffen sich in Los Angeles, um den großen Coup zu landen. Sie sind Profis, und der Anteil, denen ihnen Cabot, ihr Auftraggeber, verspricht, wird für mehr als eine Rente reichen.

Alles, was sie voneinander wissen, sind die Code-Namen, die ihnen Cabot gegeben hat: Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown. Und dass sie ein gemeinsames Ziel haben: den prallgefüllten Laden eines Juweliers in der Stadt.

Der Plan ist perfekt, aber der Job geht trotzdem schief: Wie aus dem Nichts sind die Cops da. Einer der Gangster stirbt im Kugelhagel, ein zweiter geht vorübergehend verloren, ein dritter wird angeschossen. Die Gangster schießen sich den Fluchtweg frei und schlagen sich zum Treffpunkt, eine Lagerhalle, durch.

Es gibt nur eine Erklärung für das Misslingen des perfekten Plans: Jemand gab den Cops einen Tip. Einer von ihnen …

Was zu sagen wäre

Kinoplakat (US): Reservoir DogsAua. Da tut das Zuschauen schon weh. Tarantino zeigt Brutalität, die dem Zuschauer buchstäblich Schmerzen bereitet. Da zerschmettern Kugeln Oberschenkel, zertrümmern Fäuste Nasen und werden Ohren abgeschnitten.

Erst die pointierten Dialoge machen den Film zur Legende

Inhaltlich bietet „Reservoir Dogs” eine Geschichte, die für die Länge einer Serienkrimi-Folge taugt, wären da nicht diese Dialoge. Quentin Tarantino schaut dem Gangster aufs Maul, spitzt zu, pointiert. Das Ergebnis sind Wortkaskaden zum schwindlig werden.

Der Film beginnt in einem Café, in dem sich die Gangster vor dem Coup treffen. Wo andere Filme ähnliche Sonnenbrillenträger in Coolnes schweigen lassen, quatschen sich diese hier gegenseitig ein Ohr ab. Und sie reden nicht etwa über die unterschiedliche Qualität unterschiedlich großer Handfeuerwaffen sondern über Madonnas Gesang und Brüste.

Clevere Montage in Rückblenden

Der Film springt in der Zeit hin und her – vor den Coup, nach den Coup. Eine Montage, die es Tarantino ermöglicht, jeden Gangster einzeln zu porträtieren und innerhalb der Gruppe zu verorten. Eine clevere Lösung für das Ensemblestück.

Genau so spitz wie seine Dialoge inszeniert Tarantino seine Gewalt. „Reservoir Dogs” war Tarantions fünftes Drehbuch und seine erste Regiearbeit. Die Dreharbeiten begannen am 29. Juli 1991 und dauerten fünf Wochen, gedreht wurde hauptsächlich in Los Angeles und Umgebung.

Wertung: 5 von 6 €uro