Plakatmotiv: Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
Eine Romanze als ein
langes, buntes Klischee
Titel Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner
Drehbuch Stefan Barth + Katrin Milhahn + Antonia Rothe + Pepe Danquart
Regie Pepe Danquart, Deutschland 2017
Darsteller Jessica Schwarz, Felix Klare, Christoph Letkowski, Elena Uhlig, Pheline Roggan, Susanne Wuest, Judy Winter, Juliane Köhler, Milan Peschel, Mirijam Verena Jeremic, Oliver Korittke, Adnan Maral, Thilo Richter, Daniel Schütter u.a.
Genre Romantik
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
13. Juli 2017
Inhalt

Die etwas verplante Kati und ihr Ehemann, der Arzt Felix, sind seit fünf Jahren gemeinsam glücklich. Doch irgendwann nagt der Alltagsstress an ihrer Beziehung und als Kati den unglaublich gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias kennenlernt, verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn.

Aber soll sie für Mathias wirklich ihre Zukunft mit Felix aufs Spiel setzen? Während Kati noch über diese Frage nachgrübelt, passiert das Unglaubliche: Das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance und dreht die Zeit zurück. Kati erwacht eines Morgens in der Vergangenheit, genau einen Tag bevor sie Felix kennenlernen wird.

Die Frage ist: Geht sie einen anderen Weg als bisher oder sind Felix und sie doch füreinander bestimmt – und kommen auch diesmal wieder zusammen ..?

Was zu sagen wäre

Es gibt Momente, da fragt sich der geneigte Zuschauer: „Warum der Film, aber nicht jener?“ Warum lief „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ nicht einfach an einem durchschnittlichen Freitagabend auf dem Degeto-20.15-Uhr-Sendeplatz in der ARD. Wer hat den ins Kino gehoben? Der Name Pepe Danquart? Weil der vor knapp 25 Jahren mal mit „Schwarzfahrer“ (1993) Kritiker und Programmkinopublikum verzückt hat? Das ist lange her, sein aktueller Film reiht nur Klischee an Klischee.

Jessica Schwarz krabbelt als irrational verpeilte Kati im engen Schwarzen und High Heels unter Tischen herum, unter denen dann ihr Hintern hervorlugt, ihre Chefin ist eine „untervögelte“ Ziege, die erst auftaut, als sie aus Versehen Haschkekse futtert, ihre beiden besten Freundinnen sind eine esoterisch Verplante und eine auffällig Dicke, die sich so lange weigert, zum Arzt zu gehen, bis es zu spät ist, die beiden Männer sind ein 24/7-Arbeitstier und ein romantischer Künstler. Schließlich schreibt sie an dramaturgisch passender Stelle – unter Haschkeks-Einfluss – einen kompromittierenden Brief, den sie – wieder nüchtern – aus dem Briefkasten holen will, in dem sie dann natürlich stecken bleibt. Nichts an diesem Film kommt einer Realität auch nur nahe.

Handwerklich ist der Film okay, inhaltlich so vorhersagbar wie die Uhrzeit in zwei Stunden. Dazu gibt es einen verkaufsfördernd zusammengestellten Strauß ans Songs im Soundtrack, der mit Story und Film nicht zu tun hat, aber gut als Musik zum Film verkauft werden kann. Einziger Lichtblick ist Jessica Schwarz, der man wirklich anspruchsvollere, liebevollere, komplexere Filme wünschen möchte.

Wertung: 2 von 8 €uro