Kinoplakat: Parker
Trocken. Hart. Und sehr
nach Schema Statham
Titel Parker
(Parker)
Drehbuch John J. McLaughlin
nach dem Roman „Irgendwann gibt jeder auf” von Donald E. Westlake
Regie Taylor Hackford, USA 2013
Darsteller

Jason Statham, Jennifer Lopez, Michael Chiklis, Wendell Pierce, Clifton Collins Jr., Bobby Cannavale, Patti LuPone, Carlos Carrasco, Micah A. Hauptman, Emma Booth, Nick Nolte, Daniel Bernhardt, Billy Slaughter, Jon Eyez, Carl J. Walker u.a.

Genre Action
Filmlänge 118 Minuten
Deutschlandstart
7. Februar 2013
Inhalt

Parker ist ein Profi. Ein Dieb mit festen Grundsätzen. Der Vater seiner Freundin verschafft ihm einen lukrativen Job. Pferdefuß: Parker bekommt neue Partner. Ein Jahrmarkt soll ausgenommen werden. Der Überfall läuft aus dem Ruder. Die neuen Partner bringen Parker um seinen Anteil und ihn fast um.

Als Ganove mit Prinzipien kann er das nicht auf sich sitzen lassen und schwört Rache: „Zivilisierte Menschen müssen Regeln befolgen. Ich sorge nur für Ordnung.“ Er folgt den Verrätern nach Miami, wo sie im Auftrag der Mafia einen millionenschweren Juwelenraub planen – ausgerechnet auf Palm Beach, jener Exklave der Superreichen, die nur über Brücken betreten und verlassen werden kann, die jederzeit gesperrt werden können.

Mit Hilfe der verschuldeten Immobilienmaklerin Leslie Rodgers stellt Parker seinen Ex-Kumpanen eine Falle …

Was zu sagen wäre

Jason Statham (The Expendables 2 – 2012; „Killer Elite“ – 2011; „The Mechanic“ – 2011; The Expendables – 2010; „Crank“ – 2006; „Transporter – The Mission“ – 2005; The Italian Job – Jagd auf Millionen – 2003) hat einen Unique Selling Point: Er ist der Kerl mit den festen Grundsätzen. Es gehört zu seinen Rollen dazu, dass er – meist aus dem Off – seine „drei Regeln“ kund tut. Diese Regeln, diese Gesetze variieren, laufen aber immer hinaus auf: „ich bin der beinhart verlässliche Typ, der einen festen Deal als festen Deal betrachtet und davon nicht abgeht.“

So ist der Film gebaut: Der Typ wie der Film gehen ohne Umwege, schnörkellos aufs Ziel und nutzen elegante Prügelchoreografie und effizienten Waffeneinsatz. Maschinenpistolen zerlegt er blind, überflüssige Bewegungen kennt er nicht und reden tut er auch nur das nötigste; selbst als er Jennifer Lopezzumj Striptease zwingt. Eine hübsche Szene übrigens, in der Jenny-Superstar („Was passiert, wenn's passiert ist“ – 2012; „Plan B für die Liebe“ – 2010; „Ein ungezähmtes Leben“ – 2005; Angel Eyes – 2012; The Cell – 2000; Out of Sight – 1998; U-Turn – Kein Weg zurück – 1997; Anaconda – 1997) eine gute Figur macht – was im Übrigen für ihre ganze Präsenz gilt: In diesem Film spielt sie sehr solide die etwas überforderte Latina; eine Sympathieträgerin, mit der ich mitfiebere. Im libidonösen Rennen unterliegt sie bei Jason Statham aber der anorektischen Claire. Lopez, fast 40, ist raus aus dem Hollywood-Leading-Lady-Alter, muss den Platz „an seiner Seite” der 31-jährigen Emma Booth überlassen.

Auch die restliche Besetzung ist launig. Nick Nolte darf sich seine Rente aufbessern, Stathams Freundin ist ein dürres Langbein – der Rest sind schießwütige Mafiosi und Lateinamerikaner. Ein netter gerader kleiner Actioner à la Statham eben.

Wertung: 4 von 7 €uro