Kinoplakat: Die Monster Uni

Die Rache der Disney-
Bosse: Pixar stürzt ab

Titel Die Monster Uni
(Monsters University)
Drehbuch Dan Scanlon + Daniel Gerson + Robert L. Baird
Jill Culton + Dan Gerson
Regie Dan Scanlon, USA 2013
Stimmen John Goodman/Reinhard Brock, Billy Crystal/Ilja Richter, Helen Mirren/Kerstin Sanders-Dornseif, Charlie Day/Elyas M’Barek, Alfred Molina/Bernd Rumpf, Peter Sohn/Axel Stein, John Krasinsky/Manuel Neuer u.a.
Genre Animation
Filmlänge 104 Minuten
Deutschlandstart
20. Juni 2013
Website pixar.com
Inhalt

Mike Glotzkowski und James P. „Sulley” Sullivan waren nicht immer die besten Freunde. Bevor die beiden zu den besten Arbeitern und Freunden der Monster AG wurden, mussten sie sich erst einmal durch den Monster-Uni-Alltag kämpfen. Denn wer etwas von sich hält und es unter den Erschreckern zu etwas bringen will, muss auf die Uni gehen. Und dort konnten sich die beiden zu Beginn gar nicht leiden.

Auf der Uni verfolgen sie das gleiche Ziel und sind daher Konkurrenten: Jeder wünscht sich, der größte Erschrecker von ganz Monstropolis zu werden. Jedoch sehen auch sie mit der Zeit ein, dass Team-Arbeit und Hilfe untereinander viel mehr wert ist, als egoistischer Starrsinn. Und so ist der Weg frei, für das beste Dreamteam auf der ganzen Uni …

Was zu sagen wäre

Kinoplakat: Die Monster UniPixar hat den Nimbus des Unbesiegbaren eingebüßt. Diese Fortsetzung, die in Form eines Prequels daherkommt, hat mich nicht ein Mal überrascht – dass es nach den endlos scheinenden Schlusstiteln nochmal einen Gag gibt, ist im aktuellen Kino auch nicht gerade eine Überraschung … da war wohl einfach eine Idee übrig geblieben. Dabei hat der Film gar keine Ideen. Er hat einfach irgendeine der zahllosen Studentencomedies aus den später 80er Jahren abgemalt und Molly Ringwald, Emilio Estevez, John Belushi und die anderen durch … Creatures ersetzt, die bei nicht so genauem Hinsehen für Kleinkinder als Monster durchgehen könnten. Dafür zeigt der Film, wie weit sich die CGI-Technik in den vergangenen 12 Jahren entwickelt hat. Immerhin!

Ist das jetzt die Rache dafür, dass sich die erste Pixar-Generation (John Lasseter, Andrew Stanton, Pete Docter) auf die Sessel der Unterschriften leistenden Produzenten zurückgezogen und ihren Laden an Disney verkauft haben? Sieht so aus. Jetzt wedelt auch in Pixar-Produktionen ungeniert der Zeigefinger der moralischen Erhabenheit, wird nur in die Freiheit entlassen, wer erkennt, dass Du Dich nur immer tüchtig anstrengen musst, niemals aufgeben oder gar Deinen Optimismus einbüßen darfst und Menschen niemals schlecht sind.

Früher sah man den Figuren und Geschichten an, wieviel Spaß die Künstler bei der Arbeit gehabt hatten und ich wollte lieber nicht so genau wissen, was die dabei wohl inhaliert haben. Und heute: So viel Plattheit in einem Film … ich bin wirklich sprachlos. Und in den Trailern wird auch noch gleich „Planes” als coming attraction angekündigt. Hier werden Cars gegen Flugzeuge ausgetauscht, die Geschichte scheint dieselbe, offenbar ebenso wie die Charaktere. Furchtbar.

Positives? Naja, saubere Bilder (wie gesagt) und … Dekanin Dean Hardscrabble, eine dämonische Tausendfüßlerin, die Grandezza verströmt. Aber sonst … Nüscht!

Wertung: 2 von 7 €uro