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Kinoplakat: Tequila Sunrise
Ein stylischer Krimi mit einer
wunderschönen Michelle Pfeiffer
Titel Tequila Sunrise
(Tequila Sunrise)
Drehbuch Robert Towne
Regie Robert Towne, USA 1988
Darsteller
Mel Gibson, Michelle Pfeiffer, Kurt Russell, Raul Julia, J.T. Walsh, Arliss Howard, Arye Gross, Gabriel Damon, Daniel Zacapa, Eric Thiele, Tom Nolan, Dawn Martel, Lala Sloatman, Budd Boetticher, Ann Magnuson u.a.
Genre Crime, Drama
Filmlänge 115 Minuten
Deutschlandstart
23. März 1989
Inhalt

Zu Schulzeiten waren der Drogenhändler Dale „Mac“ McKussic und der Polizist Nick Frescia die besten Freunde. Obwohl die beiden Kumpel auf unterschiedlichen Seite des Gesetzes stehen, verbindet sie auch viele Jahre später noch immer eine enge Freundschaft.

Mac will seinen letzten großen Deal durchziehen und danach endgültig aus dem Geschäft aussteigen. Als der ehrgeizige DEA-Agent Hal Maguire von dem geplanten Coup mit dem mexikanischen Drogenbaron Carlos erfährt, dem er schon seit einiger Zeit auf den Fersen ist, lockt er Mac geschickt in die Falle. Nick muss sich entscheiden: Schlägt er sich auf die Seite seines alten Freundes oder lässt er Mac in den Hinterhalt des Drogenfahnders tappen?

Kinoplakat: Tequila SunriseObendrein konkurrieren die beiden Kumpel um die Gunst der schönen Restaurantbesitzerin Jo Ann Vallenari, wodurch ihre Freundschaft zusätzlich auf eine harte Probe gestellt wird …

Was zu sagen wäre

Ein eleganter Krimi in satten Farben, die das Orange des Getränks und die Titelhelden dominieren. Robert Towne erzählt eine böse Geschichte über Loyalität und Verrat und den Wert alter Freundschaften. „Tequila Sunrise“ feiert nochmal die 80er Jahre mit Schulterpolstern und harten Kerlen im maßgeschneiderten Zwirn, die ohne Schramme aus dem Übel herauskommen.

Die Story ist für diesen Film, der vor allem durch das satte Bild aus der Kamera von Conrad L. Hall besticht, komplex: Zwei Freunde verlieben sich zur selben Zeit in dieselbe Frau, der eine Cop, der andere Dealer; der Dealer soll dem Cop einen Oberdealer ans Messer liefern, dazu aber nicht vom Cop persönlich, sondern über einen zweiten Cop dazu bewegt werden, um bei der Gelegenheit überführt und verhaftet werden zu können. Die Entwicklung der Story plätschert so dahin, Towne scheint mehr an der Schönheit seiner Dreiecks-Protagonisten interessiert zu sein, versucht William Friedkins Trick aus Live and Die in L.A. (1985) und erzählt eine unterkühlte Männergeschichte unter gleißender Sonne.

Es gibt einer bezaubernde Szene mit Mel Gibson und Michelle Pfeiffer, als er ihr erstmals deutlich Avancen macht. Sie macht das ganze Über-den-Dingen-Schweben der Story deutlich, Michelle Pfeiffer (Die Mafiosi-Braut – 1988; Die Hexen von Eastwick – 1987; Kopfüber in die Nacht – 1985; Scarface – 1983) ist hier schöner als je eine Frau zuvor auf der Leinwand (JaJa, ich weiß schon …) – mit Ausnahme wohl nur von Grace Kelly mit ihrem ersten Auftritt in Hitchcocks Rear Window. Schöne Menschen tun gefährliche Dinge in schönem Ambiente und benehmen sich dabei schön cool. Und am Ende gewinnen die Eighties, die Piraten, die Glücksritter und halbseidenen Ganoven, während die Anständigen erhobenen Hauptes allein heimgehen. So sonnig der Tequila, so trist die Aussichten, die dieser Film bietet.

Wertung: 7 von 10 D-Mark
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