Kinoplakat: Mein großer Freund Joe
Charlize Theron zähmt Baby-Gorilla
Herziger Film. Gute Special Effects
Titel Mein großer Freund Joe
(Mighty Joe Young)
Drehbuch Mark Rosenthal + Lawrence Konner
nach einer Geschichte von Merian C. Cooper und einem früheren Drehbuch von Ruth Rose
Regie Ron Underwood, USA 1998
Darsteller

Bill Paxton, Charlize Theron, Rade Serbedzija, Peter Firth, David Paymer, Regina King, Robert Wisdom, Naveen Andrews, Lawrence Pressman, Linda Purl, Mika Boorem, Geoffrey Blake, Christian Clemenson, Cory Buck, Liz Georges u.a.

Genre Abenteuer, Drama
Filmlänge 114 Minuten
Deutschlandstart
1. Juli 1999
Inhalt

Der Zoologe Gregg O'Hara macht im zentralafrikanischen Dschungel eine unglaubliche Entdeckung: Plötzlich steht er einem viereinhalb Meter großen Gorilla gegenüber. Wild und gefährlich, wenn man ihn reizt. Aber in den Händen der jungen Jill, die ihn aufzieht und auf den Namen Joe tauft, sanft und zahm. Als eine Bande Wilderer Joes Leben bedroht, retten ihm Gregg und Jill das Leben, indem sie ihn nach Kalifornien in ein Tierreservat transportieren.

Aber auch hier ist Joe vor den Nachstellungen skrupelloser Großwildjäger nicht lange sicher. In seiner Angst und Verwirrung bricht der Riesengorilla aus, flieht quer durch Los Angeles und hinterlässt eine Spur des Chaos.

Jill und Gregg setzen alles daran, um den Amoklauf ihres Freundes zu stoppen …

Was zu sagen wäre

„Ein Film für die ganze Familie“, so nennt man das wohl. Ein herziger Film mit einem Gorilla, der in den Händen der schönen Charlize Theron (Celebrity – Schön, reich, berühmt – 1998; Im Auftrag des Teufels – 1997; That Thing You Do! – 1996; 2 Tage in L.A. – 1996) zum knautschigen Teddybär mutiert – kann man ja verstehen.

Der Mini-Riesengorilla war ursprünglich mal, 1949, eine Art Fortsetzung des zur Legende gewordenen Filmhits „King Kong“ (1933). Nachdem der Titelheld nun blöderweise tot war und der zweite Weltkrieg Hollywood zu anderen Stoffen gedrängt und genug Trümmer und Drama hinterlassen hatte, entwickelte Ruth Rose die Geschichte um eine Art liebenswerten Baby King Kong. Der vorliegende Film ist quasi eine Farbfilmumsetzung dieses Scripts von 1949 – allerdings mit besseren Special Effects.

Im FX-Bereich zeigt sich die US-Filmindustrie mal wieder von ihrer besten Seite. Wenn Joe, aufgehetzt von den Wilderern, in die Stadt flieht und sich – ähnlich, wie einst sein großer Bruder – einen platz hoch oben sucht, da sind den Effektmeistern schon erstaunliche Bilder gelungen. Chapeau!

Der Gorilla Joe gelangte erstmals 1949 zu Filmruhm. Für die Neuverfilmung erweckt ihn der mehrfache Oscar-Gewinner Rick Baker sehr realistisch zu neuem Leben. „Joe“ war 1999 in der Kategorie „Visual Effects“ für den Oscar nominiert.

Wertung: 9 von 11 D-Mark