Kinoplakat: Machete Kills
Einsilbige Gesichter, drei-
dimensionale Oberweiten
Titel Machete Kills
(Machete Kills)
Drehbuch Kyle Ward + Robert Rodriguez + Marcel Rodriguez
Regie Robert Rodriguez, Russland, USA 2013
Darsteller Danny Trejo, Mel Gibson, Demian Bichir, Amber Heard, Michelle Rodriguez, Sofía Vergara, Charlie Sheen (als Carlos Estevez), Lady Gaga, Antonio Banderas, Walton Goggins, Cuba Gooding Jr., Vanessa Hudgens, Alexa PenaVega, Marko Zaror, Tom Savini u.a.
Genre Action
Filmlänge 107 Minuten
Deutschlandstart
19. Dezember 2013
Website machetekillsmovie.tumblr.com
Inhalt
Ex-Federal Agent Machete trauert um seine geliebte, im Drogenkrieg ermordete Sartana, als ihn der Präsident der Vereinigten Staaten auf ein wahres Himmelfahrtskommando schickt: Machete soll den verrückten mexikanischen Kartellboss Mendez ausschalten, der die US-Hauptstadt mit einer Nuklearrakete bedroht.

Der Zünder ist mit Mendez' Herz verbunden, und nur ein Mann kann die Bombe entschärfen: Mastermind Luther Voz, ein steinreicher und exzentrischer Waffendealer mit Allmachtsfantasien.

Von zahlreichen Verfolgern quer durch Mexiko gejagt und immer wieder konfrontiert mit heißen Ladies und ihren ganz besonderen Waffen, bleiben Machete ganze 24 Stunden, um die globale Anarchie zu stoppen …

Was zu sagen wäre
Nach dieser Zusammenfassung eines kruden Inhalts ... noch Fragen über Form und Inhalt dieses Films?

Diese Fortsetzung („Machete“ – 2010) einer aus einem albernen Trailer (für die Pause zwischen den beiden Grindhouse-Filmen von Rodriguez und Tarantino) entwickelten Actionorgie ist ein Macho-Traum mit einsilbigen Gesichtern, dreidimensionalen Oberweiten, einem Augenzwinkern und einem Schweizer Messer in Machetenform, umrahmt von Anleihen an Snake Plisskens Ausflug nach Manhattan, an alle James-Bond-Filme und an Star Wars.

Großbrüstige 30er-Jahre-Blondinen präsentieren schwarzglänzende Potenzverstärker, reden macho und Charlie Sheen (unter seinem Geburtsnamen Carlos Estevez) spielt den US-Präsidenten – schon das lässt den umgeistigten Spaß erahnen, den die Autoren hatten, als sie das entwickelten, was bei einem echten Film „Drehbuch“ genannt wird.

Zusammengehalten wird all das von Danny Trejos beeindruckender Hackfresse und Robert Rodriguez; weniger, weil der so ein cleverer Regisseur wäre.

Mit „Machete kills“ präsentiert sich Rodriguez als ausgefuchster Verkäufer seiner selbst; er versteht sein Handwerk für sinnbefreite Unterhaltung, hat in Hollywood den Tarantino-Bonus: Wenn er ruft, kommt die B-Liga gelaufen in der Hoffnung auf ein bisschen A-Liga-Glanz, in dem sich einst auch Mel Gibson sonnte (Get the Gringo – 2012; „Der Biber" – 2011; Signs – Zeichen – 2002; Lethal Weapon 4 – 1998). Der gibt hier den Schurken als Karikatur eines Bondbösewichts mit ich-baue-eine-bessere-Welt-Ambition.

Der Rest ist Schema F. Das heißt: Muss man nicht weiter drüber reden, ist aber spaßig unterhaltsam.

Wertung: 4 von 8 €uro