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Kinoplakat: Liebe hat zwei Gesichter

Romantik zwischen Bauch und Hirn
Elegant, charmant und geistreich

Titel Liebe hat zwei Gesichter
(The Mirror Has Two Faces)
Drehbuch Richard LaGravenese
nach dem Drehbuch zu dem französischen Film „Le Miroir a Deux Faces“ von André Cayatte + Gérard Oury
Regie Barbra Streisand, USA 1996
Darsteller Barbra Streisand, Jeff Bridges, Lauren Bacall, George Segal, Mimi Rogers, Pierce Brosnan, Brenda Vaccaro, Austin Pendleton, Elle Macpherson, Ali Marsh, Leslie Stefanson, Taina Elg, Lucy Avery Brooks, Amber Smith, David Kinzie u.a.
Genre Komödie, Drama
Filmlänge 126 Minuten
Deutschlandstart
6. Februar 1997
Inhalt

Die Professoren der Columbia University Rose Morgan und Gregory Larkin haben einige gescheiterte Beziehungen hinter sich. Roses Freund Alex beispielsweise heiratete später ihre Schwester Claire. Gregory gibt eine Bekanntschaftsanzeige auf, die Claire heimlich für Rose beantwortet. Gregory besucht eine Vorlesung von Rose, während der sie abschätzig über die Rolle von Sex in der Beziehung spricht.

Die Literatur-Dozentin ist eine geistreiche, charmante Frau im besten Alter; von den Männern zwar geliebt und geschätzt, jedoch mangels erotischer Ausstrahlung nie wirklich begehrt. Bis eben Gregory in ihr Leben tritt – gut aussehend, aber von seinem bisherigen Liebesleben völlig frustriert. Er hält gleich um ihre hand an – noch bevor er sie zum ersten mal geküsst hat.

Gregorys bedingung aber für eine Ehe: eine Sache darf in ihrer Beziehung auch weiterhin keine Rolle spielen … der Sex! Gregory hat gar nichts gegen Sex. Er hatte aber nach jener Vorlesung kürzlich den Eindruck, der Kollegin mit Sex lieber nicht kommen zu sollen.

Wäre er mal nur bis zum Ende geblieben, dann hätte er Roses wahre Haltung erfahren …

Was zu sagen wäre

Wenn in einer Romanze Bauch auf Hirn trifft, wird es meistens lustig. Wenn in einer Romanze Hirn auf Hirn trifft, ist die Richtung vorgezeichnet: Je älter die Protagonisten, je erfahrener die Figuren, desto chaotischer die Romanze.

Richard LaGravanese (Autor von Die Brücken am Fluss – 1995; „König der Fischer“ – 1991) hat geistreiche Dialoge in sein Script geschrieben und Barbra Streisand („Der Herr der Gezeiten“ – 1991; „Nuts … Durchgedreht“ – 1987; „Yentl“ – 1983; „Was, Du willst nicht?“ – 1979; A Star Is Born – 1976; „Is' was, Doc“ – 1972) und Jeff Bridges (White Squall – Reißende Strömung – 1996; „Die fabelhaften Baker Boys“ – 1989; Starman – 1984; Tron – 1982; Mr. Universum – 1976; Die Letzten beißen die Hunde – 1974; Die letzte Vorstellung – 1971) haben augenscheinlich ganz viel Spaß dabei, diese Dialoge zu spielen. Elegante Bilder, charmante Verwicklungen; wären die Protagonisten 30 Jahre jünger, wären die Dialoge flatulenzhaltiger, das Hirn ausgeschaltet, die Verwicklungen aber nicht weniger chaotisch.

Wertung: 7 von 11 D-Mark
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