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Kinoplakat: Legenden der Leidenschaft
Große Emotionen perlen
in XXL-Taschentücher
Titel Legenden der Leidenschaft
(Legends of the Fall)
Drehbuch Susan Shilliday + William D. Wittliff
nach einem Roman von Jim Harrison
Regie Edward Zwick, USA 1994
Darsteller Brad Pitt, Anthony Hopkins, Aidan Quinn, Julia Ormond, Henry Thomas, Karina Lombard, Tantoo Cardinal, Gordon Tootoosis, Paul Desmond, Christina Pickles, Robert Wisden, John Novak, Kenneth Welsh, Bill Dow, Sam Sarkar u.a.
Genre Drama
Filmlänge 133 Minuten
Deutschlandstart
30. März 1995
Inhalt

Anfang des 20. Jahrhunderts lässt sich Colonel Ludlow – verbittert aus der Armee ausgeschieden – mit seinen drei Söhnen Tristan, Alfred und Samuel in Montana nieder. Der jüngste, Samuel, beendet sein Studium in Boston und kehrt mit seiner Verlobten Susannah zurück auf die Ludlow'sche Farm. Die Folge ist: Der Männerbund bekommt erste Risse.

Als sich Samuel zum Kriegsdienst in Europa meldet, folgen ihm die Brüder, können seinen Tod jedoch nicht verhindern. Während Tristan verbittert und von Schuldgefühlen geplagt in die Ferne flieht, kehrt Alfred verletzt heim und wirbt jetzt offen um Susannah.

Aber Susannah hat ihr Herz längst an Tristan verloren. Dessen Heimkehr beschleunigt den Zerfall der Familie Ludlow …

Was zu sagen wäre

Ein Meldodram par excellence. Edward Zwick steckt alles in seinen Film, was zum Taschentuch greifen lässt. Brad Pitt („Interview mit einem Vampir” – USA 1994; „True Romance” – USA 1993; „Kalifornia” – USA 1993; „Aus der Mitte entspringt ein Fluss” – USA 1992; Thelma & Louise – USA 1991) gibt als Tristan eine Vorstellung, so Klischee beladen und wuchtig, dass man sich ihr einfach nur hingeben kann. Liebe, Eifersucht und Bruderzwist – und mittenmang reitet Le Pitt mit wallendem Blondhaar über die Weiden des Ludlow'schen Anwesens. Dazu zieht der violinlastige Soundtrack an den Tränensäcken und schmachtet der Blick von Julia Ormonds („Captives – Gefangen” – USA 1994; „Nostradamus – Prophezeiungen des Schreckens” – USA 1994; „Das Wunder von Macon” – USA 1993) rehbraunen Augen. Es ist Groß-Ar-Tig!

Der im Film agierende Bär ist keine Leihgabe aus dem Zoo, sondern Produkt der Special-Effects-Firma „Animal Makers”. Anhand eines echten Kodiakbären wurde das Modell im 3/4-Maßstab nachgebaut. Aufrecht stehen konnte der Bär nur mit einem Schauspieler im Inneren, ansonsten wurden Bewegungen wie das Öffnen des Maules oder das Heben der Pranken von außen gesteuert.

Edward Zwick arbeitete sich bei der TV-Serie „Family” vom Gast-Drehbuchautor zum Redakteur, Regisseur und Produzenten hoch. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er drei Emmy Awards, zu seinen Spielfilmen gehören u.a. „Nochmal so wie letzte Nacht” (USA 1986), „Glory” (USA 1989), „Mut zur Wahrheit” (USA 1996) und „Ausnahmezustand” (USA 1998).

Wertung: 10 von 10 D-Mark
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