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Kinoplakat: Lebe lieber ungewöhnlich
Ein schräger Film.
Das ist sein Dilemma.
Titel Lebe lieber ungewöhnlich
(A Life Less Ordinary)
Drehbuch John Hodge
Regie Danny Boyle, UK, USA 1997
Darsteller Ewan McGregor, Cameron Diaz, Holly Hunter, Delroy Lindo, Dan Hedaya, Ian McNeice, Frank Kanig, Mel Winkler, Anne Cullimore Decker, Stanley Tucci, K.K. Dodds, Tony Shalhoub, Ian Holm, Christopher Gorham, Maury Chaykin u.a.
Genre Komödie, Crime
Filmlänge 103 Minuten
Deutschlandstart
22. Januar 1998
Inhalt
Die Engel Jackson und O'Reilly erhalten – von alleroberster Instanz – den Befehl, die beiden denkbar unterschiedlichsten Menschen auf (der obersten Instanz) Erdboden zu verkuppeln.

Sie stoßen auf den gefeuerten Raumpfleger Robert. Dieser gefeuerte Raumpfleger Robert hat, nachdem er gefeuert wurde, eine kleine Dummheit gemacht: Versehentlich hat er die verzogene, schnöselige Millionärstochter Celine entführt und ist mit ihr in die amerikanische Wildnis geflüchtet.

Für die beiden Engel mit dem unmöglichen Auftrag also die besten Voraussetzungen; und es bedarf tatsächlich größter Anstrengungenen, den gefeuerten Raumpfleger Robert und die verzogene, schnöselige Millionärstochter Celine im Herzen zusammenzubringen …

Was zu sagen wäre
Naja, irgendwie schon ganz witzig und zehrt auch von dem anhaltenden Tarantino-Hype wonach Geschichten gar nicht schräg genug, Gangsterballaden gar nicht blutig genug, Romanzen gar nicht knallhart genug sein können.

Aber in diesem Aspekt, der den Film ganz witzig wirken lässt, steckt auch sein Dilemma. Er will so unbedingt schräg und schrullig sein, dass er noch das letzte Quäntchennachvollziehbaren Realismus' in Klischees ertränkt. Ich sitze in dem Film und habe andauernd das Gefühl, dass da einer eine gute idee für eine außergewöhnliche Liebesgeschichte hatte – und die dann nicht mehr ausarbeiten konnte, weil die Nachwuchshoffnungen Ewan McGregor (Freeze – Albtraum Nachtwache – 1997; „Brassed Off – Mit Pauken und Trompeten“ – 1996; Trainspotting – Neue Helden – 1996; „Kleine Morde unter Freunden" – 1997) und Cameron Diaz („Die Hochzeit meines besten Freundes“ – 1997; „Kopf über Wasser“ – 1996; „Die Maske“ – 1994) schon zugesagt hatten. Let's get wild ist aber zu wenig.

Wertung: 5 von 11 D-Mark
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