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Kinoplakat: Larry Crowne
Sonnig. Warmherzig. Optimistisch. Ein
Film gewordener Tom-Hanks-Charakter
Titel Larry Crowne
(Larry Crowne)
Drehbuch Tom Hanks + Nia Vardalos
Regie Tom Hanks, USA 2011
Darsteller Tom Hanks, Julia Roberts, Sarah Mahoney, Roxana Ortega, Randall Park, Brady Rubin, Alex Quijano, Tina Huang, E-Kan Soong, Tarina Pounc, Sy Richardson, Julie Wagner, Rob Riggle, Erin Underwood, Dale Dye, Barry Sobel u.a.
Genre Drama
Filmlänge 98 Minuten
Deutschlandstart
30. Juni 2011
Inhalt

Als Supermarkt-Manager Larry Crowne zu seinen Vorgesetzten gerufen wird, rechnet er damit, zum Mitarbeiter des Monats ausgerufen zu werden. Statt dessen wird er entlassen. Begründung: Er habe keinen College-Abschluss und also keine Chance mehr, im Unternehmen weiter aufzusteigen. Solche Perspektiven seien aber wichtig, „um Mitarbiter zu motivieren und so, naja …”.

Larry ist am Boden zerstört. Aber nur für kurze Zeit. Larry ist einer von der Sonnenseite des Lebens. Seine Frau hat ihn zwar verlassen und er sitzt jetzt auf den horrenden Raten des ehemals gemeinsamen Hauses, berufliche Perspektiven in seinem Alter sind eher mau, aber weil Larry das ohnehin nicht ändern kann, beschließt er, das Beste draus zu machen; und nochmal die Schulbank zu drücken – wenn es tatsächlich der College-Abschluss ist, den heute offenbar alle erwarten. Schnell freundet er sich mit seinen jüngeren Studienkollegen an.

Am selben College unterrichtet Professorin Mercedes Tainot ein Fach für Kommunikation. Auch sie befindet sich gerade an einem Tiefpunkt. Ihr Ehemann Dean Tainot verbringt mehr Zeit auf nicht jugendfreien Internetseiten, anstatt an seinem neuen Buch zu arbeiten, und ihre Arbeit als Professorin empfindet sie auch schon lange nicht mehr als erfüllend. Doch dann taucht Larry in ihrem Kurs auf und bringt Abwechslung in ihr Leben …

Was zu sagen wäre

Der Film, den das My-Big-Fat-Greek-Wedding-Team Tom Hanks und Nia Vardalos geschrieben haben, ist wie eine typische Tom-Hanks-Rolle: optimistisch, sonnig, warmherzig, all-American. Fast möchte man meinen, Tom Hanks (Illuminati – USA 2009; „Der Krieg des Charlie Wilson“ – USA 2007; Terminal – USA 2004; Road to Perdition – USA 2002; Cast Away – Verschollen – USA 2000; Forrest Gump – 1994; Philadelphia – 1993) habe auf dem Regiestuhl aus seinen gesammelten Filmcharakter-Klischees einen Film gedreht.

Es gibt an dem Film nichts auszusetzen. Als Europäer mag mir der überbordende Optimismus fremd sein, aber nimmt man den Film als Kommentar zur seit 2008 glühenden Finanz-, Wirtschafts- und Schuldenkrise, dann zeigt „Larry Crowne” vielleicht einen Weg, wie es wieder weiter gehen könnte. Was, außer naivem Optimismus, bleibt einem denn noch?

Was indes etwas verstört, ist dieser „Kommunikations”-Unterricht im College. Alles, was man sieht, sind die Schüler, die sich in der Kunst der freien Rede versuchen und eine gelangweilte oder müde (oder beides) Lehrerin. Was lernt man da eigentlich in so einem Kurs – außer, sich in die Professorin zu verlieben, natürlich?

Wertung: 4 von 6 €uro
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