Kinoplakat: Die Mafiosi-Braut
Mafia-Morde mit schwarzem Humor.
Michelle Pfeiffer spielt sich frei
Titel Die Mafiosi-Braut
(Married to the Mob)
Drehbuch Barry Strugatz + Mark R. Burns
Regie Jonathan Demme, USA 1988
Darsteller
Michelle Pfeiffer, Matthew Modine, Dean Stockwell, Mercedes Ruehl, Joan Cusack, Paul Lazar, Alec Baldwin, Charles Napier, Oliver Platt, Nancy Travis, Al Lewis, "Sister" Carol East, Chris Isaak, Tracey Walter, Obba Babatundé, Ellie Cornell, Todd Solondz, Roma Maffia, Captain Haggerty, Marlene Willoughby, Joe Spinell u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 92 Minuten
Deutschlandstart
22. Dezember 1988
Inhalt
Angela De Marco hat Pech. Ihr Mann Frank „Die Gurke“ wird von seinem Boss, dem allseits gefürchteten Mafioso Toni Russo erschossen, weil er es mit dessen Freundin getrieben hat. Zu allem Unglück will der Mafia-Boss die schöne Angela nun aber auch noch zu seiner Geliebten machen.

Angela will ein für alle Male aus dem Mafiamilieu ausbrechen. Sie löst unauffällig ihren Haushalt auf und zieht mit ihrem Sohn nach New York. Dort muss sich die Alleinerziehende um Wohnung, Sohn und Jobs kümmern, wird aber von Anfang an durch den FBI-Agenten Mike Downey überwacht. Dabei laufen sie sich mehrfach über den Weg und verlieben sich rasch ineinander. Auch Russo folgt ihr mit seinen Leibwächtern.

Das FBI muss zwar erkennen, dass Angela selbst unschuldig ist, zwingt sie aber zur aktiven Mitarbeit an den Ermittlungen gegen Tony, wobei Mikes Tarnung auffliegt und sie sich von ihm abwendet. Es gelingt Angela, engeren Kontakt zu Tony herzustellen, so dass sie ihn auf einer Reise nach Miami begleiten und ihm einen vom FBI „verwanzten“ Ring anstecken kann …

Was zu sagen wäre

Eine flotte, auf hohem Niveau durchgespielte schwarze Komödie um Mafia, Morde und miese Cops. Die Story hält sich nicht mit komplexen Momenten auf, sie ist simpel, die Figuren schnell verstanden. Das Pfund, mit dem Jonathan Demme („Gefährliche Freundin“ – 1986; „Melvin und Howard“ – 1980) wuchern kann, sind die Schauspieler.

Ein gut gelaunter Dan Hedya als Mafiaboss, der eben noch fröhlich im Auto Schlager schmettert und im nächsten Moment in eine wilde Schießerei gerät. Alec Baldwin („Beetlejuice“ – 1988) als bald toter Gatte mit dem Spitznamen die Gurke, der seiner unzufriedenen Gattin die Schönheit ihres Hauses und des tollen Mobilars beschwört, in dem sich Kartons voll geklauter Fernseher, Kaffee-Maschinen und Videorecorder stapeln.

Und Michelle Pfeiffer („Die Hexen von Eastwick“ – 1987; „Der Tag des Falken“ – 1985; „Kopfüber in die Nacht“ – 1985; „Scarface“ – 1983; „Grease 2“ – 1982). Sie ist das beste, was dem Film passieren konnte. Sie ist schön … wunderschön, gepaart mit Ausstrahlungund Charme; sie mag über ihre Schönheit zu ersten Rollen (wie etwa in „Grease 2“ gekommen sein), aber sie macht das absolut Allerbeste daraus und spielt alle anderen an die Wand – bis auf Dan Hedaya. Der kann mithalten.

Wertung: 7 von 10 D-Mark