Kinoplakat: Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!
Coole Fish-out-of-Water-Nummer
mit einem wunderbaren Bill Murray
Titel Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!
(Stripes)
Drehbuch Len Blum + Daniel Goldberg + Harold Ramis
Regie Ivan Reitman, USA 1981
Darsteller
Bill Murray, Harold Ramis, Warren Oates, P.J. Soles, Sean Young, John Candy, John Larroquette, John Voldstad, John Diehl, Lance LeGault, Roberta Leighton, Conrad Dunn, Judge Reinhold, Antone Pagan, Glenn-Michael Jones u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 106 / 123 Minuten
Deutschlandstart
17. Dezember 1981
Inhalt

John Winger verliert alles was er hat an einem einzigen Tag – seine Freundin, sein Auto und seinen Job. Daraufhin beschließt er sich gemeinsam mit seinem Freund Russell bei der Armee zu melden, um die Demokratie zu wahren und einen Dienst für ihr Land zu verrichten.

Kinoplakat: Ich glaub’, mich knutscht ein Elch!

Doch es kommt wie es kommen muss und nach einem wilden und hemmungslosen Abend stehlen sie ein streng geheimes Militärfahrzeug, um zu einem Rendezvous zu kommen. Doch das soll noch schwerwiegende Folgen haben …

Was zu sagen wäre

Eine Militärklamotte von bestem Schrot und Korn. Die US-Army als Sammlungsbecken von Nichtsnutzen und (Zivil-)Lebensuntüchtigen, aufgemischt von zwei ausgewiesenen pazifisten, die mit einem Whiskey und einem Joint noch jede internationale Krise bewältigen, bevor ihr Platoon nachgeladen haben.

Dieses „Stripes“ ist als Komödie so flach, wie alle Militärklamotten flach sind – die Antipoden militärische Steifheit und ziviler Ungehorsam, vulgo: Anarchie gegen Ordnung – funktionieren zuverlässig, zumal, wenn so trockene Könner wie Bill Murray, John Candy und Harold Ramis die militärischen Spaltpilz geben und von Ivan Reitman gekonnt durch den Hindernisparcours dirigiert werden.

Keine cineastische Besonderheit, aber ziemlich coole Unterhaltung. Der deutsche Titel versucht, an den Erfolg von „Animal House“ – Ich glaub', mich tritt ein Pferd (1978) – anzuknüpfen. Das ist bedingt legitim, akzeptiert man, dass der große John Belushi (von damals) hier durch Bill Murray – durchaus akzeptabel – ersetzt wird, die Anarchie des Originals den vorliegenden Film allerdings extrem spießig erscheinen lässt – eben weil die Antipoden (s.o.) hier so vorhersehbar gegeneinander auszuspielen sind.

Der Film sieht aus wie ein Befreiungsschlag der Next Generation Ende der 1970er Jahre, die von Korea, Vietnam und all den anderen Kriegen der US-Väter die Nase voll hat. Hier braucht die Army den aus dieswr Zeit hervorgegangenen Nichts-auf-die-Reihe-Krieger, der den mittlerweile versteinerten Vorschriftenverein aufmischt, auf dass am Ende alle gemeinsam – gdegen die Tschechoslowakai – in den Sonnenuntergang reiten – im Gleichschritt, aber freundschaftlich respektiert … es lebe der American Way of Life, den natürlich diese amerikanische Komödie nicht wirklich in Frage stelt, höchstens ein wenig Hopps nimmt.

Wertung: 5 von 9 D-Mark