Kinoplakat: Ich – Einfach unverbesserlich
Sehr hübsch: Böse sein ist wieder In
Titel Ich – Einfach unverbesserlich
(Despicable Me)
Drehbuch Cinco Paul + Ken Daurio + Sergio Pablos
Regie Pierre Coffin & Chris Renaud, USA 2010
Stimmen

Steve Carell, Oliver Rohrbeck, Jason Segel, Jan Delay, Russell Brand, Peter Groeger, Miranda Cosgrove, Friedel Morgenstern, Dana Gaier, Derya Flechtner, Elsie Fisher, Sarah Kunze, Ken Jeong, Claus Kleber, Julie Andrews, Kerstin Sanders-Dornseif, Will Arnett, Axel Lutter, Kristen Wiig, Nana Spier, Jack McBrayer, Bernhard Völger, Danny R. McBride, Hans-Jürgen Dittberner u.a.

Genre Animation
Filmlänge 95 Minuten
Deutschlandstart
30. September 2010
Inhalt

Gru lebt inmitten einer wunderschönen Vorstadtidylle. Seine Lieblingsbeschäftigung ist es, der Menschheit den Tag zu vermiesen. Seine Jobbeschreibung lautet: „Superschurke”. Sein schwarzes Haus und der verödete Rasen davor sind leicht zwischen den anderen gepflegten Häusern zu erkennen. Sein wahres Reich verbirgt sich tief unter seinem Haus in einer weit verzweigten Geheimfestung.

Umgeben von einer Armee von Minions – gelbe kleinen Untergebene – schmiedet der Hausherr hier seine weltweiten Schurkenstreiche, deren Krönung die Entführung des Mondes werden soll. Mit diesem Streich will er auch sein Lebensziel erreichen: dass seine Mutter stolz auf ihn ist. Die Probleme beginnen, als ein junger aufstrebender Schurke namens Vector ihn durch den spektakulären Raub der Cheops-Pyramide von Platz 1 der Superschurken verdrängt.

Kinoplakat (US): Ich – Einfach unverbesserlichUm seinen Platz wieder zu erhalten, will er sich von der Bank des Bösen einen Kredit für die Entführung des Mondes holen. Der Bankdirektor Mister Perkins verlangt jedoch als Sicherheit, dass Gru zunächst den dafür erforderlichen Schrumpfstrahler in seinen Besitz bringt. Blöderweise ist der einzige, der so eine Maschine schon besitzt, eben ausgerechnet Vector.

Gru fasst den raffinierten Plan, über eine Adoption an sein Ziel zu kommen: Die drei Waisenmädchen Agnes, Edith und Margo sollen sie für Gru besorgen. Anfänglich sind die drei für Gru nur Mittel zum Zweck, doch bald empfindet er mehr für das aufgeweckte Trio …

Was zu sagen wäre

Böse sein ist im Trickfilm gerade In, so wie vor einigen Jahren Ameisen und Insekten im Trickfilm In waren Auch Dreamworks' „Megamind” (Tom McGrath, USA 2010) entlarvt einen üblen Schurken als ein in Kindheitstagen in seiner Seele tief verletzten, missverstandenen Eigenbrödler, der lieber mit selbstgebastelten Halbmenschen spricht. Gru aus dem vorliegenden Film ist all das auch und bleibt im direkten Vergleich zweiter Sieger.

Irgendwie stören die drei Waisenkinder mit ihren großen Kugelaugen und den altklugen Sprüchen. Offenbar ist die angepeilte Hauptzielgruppe eher bei den 6-10-Jährigen angesiedelt. Jugendliche zwischen 11 und 80 sehen einen rührigen, netten, harmlosen Zeitvertreib mit kuschligem Grusel und hohem Wohlfühlfaktor … „Fantasievoll” und „Schrullig” schrieb ein Kritiker. Das passt!

Wertung: 4 von 7 €uro