Kinoplakat: Halloween – Die Nacht des Grauens
Das Teenage-Horror-Genre wird geboren
Ein Soundtrack wird zum Klassiker
Titel Halloween – Die Nacht des Grauens
(Halloween)
Drehbuch John Carpenter + Debra Hill
Regie John Carpenter, USA 1978
Darsteller Jamie Lee Curtis, Donald Pleasence, Nancy Kyes, Annie Brackett, P.J. Soles, Charles Cyphers, Kyle Richards, Brian Andrews, John Michael Graham, Nancy Stephens, Arthur Malet, Mickey Yablans, Brent Le Page, Adam Hollander, Robert Phalen, Tony Moran u.a.
Genre Horror
Filmlänge 91 Minuten
Deutschlandstart
6. Juli 1979
Website theofficialjohncarpenter.com
Inhalt

30 Oktober 1963 – Halloweennight! In der verträumten Kleinstadt Haddonfield, Illinois killt Michael Meyers seine Schwester. Michael ist 8 Jahre alt.

15 Jahre später: Michael bricht aus der psychatrischen Anstalt aus und kehrt zurück nach Haddonfield. Ihm dicht auf den Fersen ist sein Psychater, Dr. Loomis. Er weiß: Meyers ist gefährlich, ist das „personifizierte Böse”. Loomis kann aber nicht verhindern, dass Michael Myers ein Blutbad anrichtet. Immerhin entdeckt er ein Muster. Michael lauert drei Mädchen auf, die in der Halloween-Nacht Babysitten.

Eine von ihnen, Laurie, erlebt ihren ganz persönlichen Halloween-Alptraum. Andere werden gar nichts mehr erleben …

Was zu sagen wäre

Mit „Halloween“ hatte John Carpenter 1978 zunächst nur einen spannenden Horrorthriller gedreht, dessen eigenkomponierte Musik zum Klassiker wurde. Das Intro, in dem Klein-Michael seine Schwester tötet, dreht Carpenter ohne erkennbaren Schnitt aus der Subjektive des Jungen – und löst erst am Ende dieser Plansequenz auf, dass es sich um einen Jungen handelt. Dieses Intro schrieb Geschichte: Selten zuvor hatte ein Regisseur den ganzen Kinosaal quasi zum Mörder gemacht.

Kinoplakat: John Carpenters Halloween

John Carpenter (Assault – Anschlag bei Nacht – 1976; Dark Star – 1974) wurde mit „Halloween” zum Paten für ein ganz neues Genre: das Slasher-Genre, das zahllose Epigonen hervorbrachte – allein sein Film erlebte sieben Fortsetzungen – und eine Neuverfilmung mit wiederum Fortsetzungen. Es tobten sich verrückte Killer aus am Freitag der 13., an „Muttertag“, ließen uns „Nightmare on Elm Street“ erleben, den „Tanz der Teufel“ und dergleichen mehr.

Immer waren es gut aussehende Studenten/innen, die sich der Verrückten erwehren mussten, bzw., gemeuchelt wurden. Das Muster war durchsichtig: „schneller Sex“ der Nebenrollen war ein ebenso sicheres Indiz dafür, das Ende des Films nicht zu erleben wie unmäßiger Drogenkonsum oder die kurzfristige Trennung eines Einzelnen von der Gruppe nach dem Motto „Bin gleich wieder da“.

1997 – das Genre war längst zum Videothekenstaubfänger degradiert – erlebte es eine Wiedergeburt durch Wes Cravens Scream - Schrei!, in dem all die Regeln herrlich durch den Kakao gezogen wurden. Jetzt lebte der Horror und starben die Studenten wieder!

Wertung: 9 von 9 D-Mark