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Kinoplakat: F/X – Tödliche Tricks
Ein Film, in dem die SFX
klar im Vordergrund stehen
Titel F/X – Tödliche Tricks
(F/X)
Drehbuch Robert T. Megginson + Gregory Fleeman
Regie Robert Mandel, USA 1986
Darsteller

Bryan Brown, Brian Dennehy, Diane Venora, Cliff De Young, Mason Adams, Jerry Orbach, Joe Grifasi, Martha Gehman, Roscoe Orman, Trey Wilson, Tom Noonan, Paul D'Amato, Jossie DeGuzman, Jean De Baer, M'el Dowd u.a.

Genre Thriller
Filmlänge 109 Minuten
Deutschlandstart
7. August 1986
Inhalt

Rollie Tyler arbeitet in New York für die Filmindustrie und ist dort eine Koryphäe für Spezialeffekte (F/X). Für seine spezielle Kunst interessieren sich nicht nur Filmproduzenten, auch das FBI findet ihn interessant.

Ein gewisser Martin Lipton, Justizbeamter, heuert ihn für einen Job ganz ohne Kameras: Der seit 40 Jahren in kriminellen Geschäften tätige Mafiaboss DeFranco hat die Seiten gewechselt und will gegen sein Syndikat aussagen. Um möglichen Attentaten vorzubeugen, soll DeFranco zum Schein sterben und eine neue Identität bekommen. Den fingierten Mord soll Tyler bewerkstelligen.

Der filmreife Mord geschieht in einem Restaurant, Tyler spielt selbst den Täter und flüchtet vom Restaurant auf den Rücksitz eines wartenden Wagen des Justizministeriums, der sogleich losfährt. Der Plan scheint geglückt, Tyler fragt Lipton, warum Folie auf dem Rücksitz liegt, Lipton dreht sich vom Beifahrersitz aus mit einer Pistole um und sagt, es soll – „Sie müssen das verstehen“ – keine Beweise geben, wenn er ihn jetzt tötet.

Tylor kann entkommen. Aber plötzlich ist die Polizei, das Justizministerium und die Mafia hinter ihm her. Tyler braucht jetzt seine ganz erfahrung aus dem Filmgeschäft …

Was zu sagen wäre

Diese Filmleute sind doch alles Lügner und Betrüger, nichts ist echt. Am meisten Spaß haben Hollywoodproduktionen immer dann, wenn sie aus dem Nähkästchen plaudern, einen der ihren zum Helden machen können.

Robert Mandels Thriller ist schön fotografiert, bringt uns in Ecken New Yorks, die noch nicht im Kino zu sehen waren (das ist schwer) und feiert die Filmkunst – hier die Kunst der optischen Täuschung. Nach etwas mehr als 100 Minuten ist der film vorbei und das ist gut so; bis dahin habe ich mich gut unterhalten mit den sympathischen Schablonenfiguren und den dauernden Täuschungen – aber dann ist auch gut. Die Produktion legt zu viel Wert – und das ist ganz legitim – auf die Täuschungen. Die Handlung, deren Logik, die Charaktere bleiben dahinter zurück, bleiben dünn. Auch die Story als solche kann keine neuen Akzente setzen, auch hier gilt: Die F/X müssen witzig sein.

Einen Pluspunkt hat der unterhaltsame Film in dem alten Schlachtross Brian Dennehy („Silverado“ – 1985; Cocoon – 1985; „Gorky Park“ – 1983; Rambo – 1982). Der gibt ein schönes Portrait des unermüdlichen, unbestechlichen, gewitzten, vom Büro genervten New-York-Cop; seine ondulierte Fönwelle weist ihn vielleicht ein bisschen als … eitel aus (was zum NYPD nicht wirklich passt), aber vielleicht ist ja auch das nur ein Effekt. Bei diesem Film kann man sich nie sicher sein.

Wertung: 8 von 10 D-Mark
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