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Kinoplakat: Forrester – Gefunden!
Ganz schön erzählt, aber
eine Kopie seiner selbst
Titel Forrester – Gefunden!
(Finding Forrester)
Drehbuch Mike Rich
Regie Gus Van Sant, USA 2000
Darsteller Sean Connery, Rob Brown, F. Murray Abraham, Anna Paquin, Busta Rhymes, April Grace, Michael Pitt, Michael Nouri, Richard Easton, Glenn Fitzgerald, Lil' Zane, Stephanie Berry, Fly Williams III, Damany Mathis, Damion Lee u.a.
Genre Drama
Filmlänge 136 Minuten
Deutschlandstart
1. März 2001
Inhalt
Er war eine schillernde Persönlichkeit und schrieb vor 40 Jahren einen mit dem Pulitzerpreis gekrönten Roman. Seitdem hat niemand mehr etwas von William Forrester gehört. Und so soll es nach seinem Willen auch bleiben. Forrester will die letzten Jahre seines Lebens in Isolation verbringen.

Bis der 16jährige Afro-Amerikaner Jamal Wallace, der sich auf dem Basketballfeld als genauso talentiert erweist wie im Klassenzimmer, eines Tages über die Türschwelle der exzentrischen, alternden Literaturlegende tritt und unerwartet Forresters längst vergessene Träume neu entfacht.

Wallace und Forrester freunden sich an. Der Schriftsteller hilft dem Schüler, sein literarisches Talent zu entwickeln. Jamal schreibt übungshalber Texte, indem er den Titel und ersten Absatz von Texten Forresters übernimmt. Einen solchen Text reicht Jamal bei einem Schreibwettbewerb der Schule ein. Dabei stellt sich heraus, dass Forresters Originaltext bereits vor Jahrzehnten veröffentlicht worden ist, und Wallace wird von dem neidischen Professor Crawford des Plagiats bezichtigt.

Einzig die Erlaubnis des Originalautors könnte ihn vor einer Suspendierung retten, aber dafür müsste er sein Versprechen brechen, niemandem von Forrester zu erzählen …

Was zu sagen wäre

Kommt bekannt vor? Stimmt: Fast möchte man schreiben, „nach Gus van Sants Film Good Will Hunting“, denn im Grude hat van Sant seinen Erfolgsfilm kopiert. Die Besetzung ist gut, Sean Connery als alternder Griesgram überraschend wenig nervtötend (Verlockende Falle – 1999; Leben und Lieben in L.A. – 1998; Mit Schirm, Charme und Melone – 1998; The Rock – Fels der Entscheidung – 1996; „Die Wiege der Sonne“ – 1993; „Das Russland-Haus“ – 1990; Jagd auf Roter Oktober – 1990; Die Unbestechlichen – 1987; Die Uhr läuft ab – 1975; Mord im Orient-Express – 1974; „Zardoz“ – 1974; „Sein Leben in meiner Gewalt“ – 1973; James Bond 007 – Diamantenfieber – 1971; „Der Anderson Clan“ – 1971; „Das rote Zelt“ – 1969; „Ein Haufen toller Hunde“ – 1965; Marnie – 1964; Die Strohpuppe – 1964; James Bond 007 jagt Dr. No – 1962).

Schön gefilmt, gut gespielt, aber auch etwa eine halbe Stunde zu lang. Eine straffung hätte dem Drama gut getan.

Wertung: 4 von 6 €uro
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