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Kinoplakat: Fletchers Visionen
Ein höllischer Spaß, dem
bald die Luft ausgeht
Titel Fletchers Visionen
(Conspiracy Theory)
Drehbuch Brian Helgeland
Regie Richard Donner, USA 1997
Darsteller

Mel Gibson, Julia Roberts, Patrick Stewart, Cylk Cozart; Steve Kahan, Terry Alexander, Alex McArthur, Rod McLachlan, Michael Potts, Jim Sterling, Rich Hebert, Brian J. Williams, G.A. Aguilar, Cece Neber Labao, Saxon Trainor u.a.

Genre Thriller
Filmlänge 135 Minuten
Deutschlandstart
6. November 1997
Inhalt

Taxifahrer Jerry Fletcher ist ein bisschen verrückt. Er hat den Kopf voller Verschwörungstheorien. In seiner Wahnwelt enthalten die Strichcodes im Supermarkt geheime Botschaften. Vom Space Shuttle in der Erdumlaufbahn fühlt Jerry sich ausspioniert.

Mit Briefen voller Theorien über diese und jene Verschwörung nervt er Geheimdienste, das Weiße Haus, die Justiz und seine Fahrgäste. Bevorzugte Zuhörerin seiner abwegigen Theorien ist Alice, eine skeptische Anwältin, der es jedoch schwer fällt, einfach zu sagen „Du spinnst! Verschwinde!“

Ja, Jerry Fletcher spinnt! Offenbar aber doch nicht so hundertprozentig, wie manch einer glaubt. Denn eine seiner Theorien trifft den Nerv einer geheimen Organisation.

Erst, als Fletcher an einen Stuhl gefesselt kopfüber in einem Wasserbassin hängt, wird auch Alice klar, dass hier was faul ist und Jerry mit einer seiner Theorien ins Schwarze getroffen haben muss. Die Frage ist nur: Mit welcher seiner Theorien …

Was zu sagen wäre

Zuerst macht der Film Spaß. Weil er ein Rätsel aufstellt – Spinnt Jerry? Weil Mel Gibson gut spielt (Kopfgeld – 1996; Braveheart – 1995; „Tequila Sunrise“ – 1988; Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis – 1987; „Mad Max“ – 1979). Weil das Deskor ausgefallen ist. weil Julia Roberts (Alle sagen: I Love You – 1996; Mary Reilly – 1996; „Die Akte“ – 1993; Hook – 1991; Pretty Woman – 1990) ein gutes Gegengewicht zu Gibson bietet. Aber das Rätsel verflüchtigt sich bald und als klar ist, dass Fletcher tatsächlich Opfer von irgendjemandem ist, wird aus dem Verschwörungs-Geheimnis ein ziemlich routiniert heruntergedrehter, konventioneller Thriller, in dem Menschen überrumpelt werden, rennen, zurückschlagen und am Ende gewinnen. Und in Mel-Gibson-Filmen wird Mel Gibson auch immer gefoltert – hier selbstredend auch.

Wertung: 7 von 11 D-Mark
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