Kino
ist
Kunst

ICH LIEBE DAS KINO

Die Welt 2017: Wirtschaftskrise. Flüchtlingskrise. Hunderttausende verlieren Arbeit, Haus und Hof, rechtsnationaler Terror und Religionsfanatiker schrecken die Gesellschaft auf, die sich dagegen abschottet. Was der Überwachungsstaat nicht darf, schafft das world wide web: Das Individuum wird entindividualisiert. Weltweit agierende Online-Händler verdrängen den lokalen Einzelhandel. Leer stehende Ladenlokale werden in der Folge von Spielhallen und Sexshops übernommen bevor sie verfallen. Die Innenstädte veröden.

TV-Sender schreiben sich die Realität sendetauglich und zeigen in Scripted-Reality-Formaten, für wie kaputt sie ihre Kernzielgruppe wirklich halten und diese Kernzielgruppe hat noch die Wahl zwischen Boxen, Shopping und Schwiegertochter gesucht. Talentshows beuten die Träume junger Menschen aus, zwingen sie in ein mörderisches Schönheitsideal und stellen die Tränen jener zur Schau, die in diesem Ausleseprozess durchfallen.

Zahlreiche Filmregisseure und -autoren haben diese gesellschaftliche Entwicklung vorausgesehen. Die Beispiele folgender Filme mögen das verdeutlichen, die einen oder mehrere dieser Aspekte zum Thema haben. Filme, in denen es nicht um Science Fiction geht, also um Raumschiffe und andere Planeten, sondern um Social Fiction, also um die Frage, wie leben wir später und wie gehen wir damit um?

  1. Snowpiercer (Bong Joon-Ho, Südkorea, Tschechien, USA, Frankreich 2013)
  2. In Time - Deine Zeit läuft ab (Andrew Niccol, USA 2011)
  3. Shank (Mo Ali, UK 2010)
  4. Die Insel (Michael Bay, USA 2005)
  5. Matrix (Andy + Larry Wachowski, USA 1999)
  6. Running Man (Paul Michael Glaser USA 1987)
  7. Brazil (Terry Gilliam, UK 1985)
  8. Terminator (USA 1984)
  9. Blade Runner (Ridley Scott, USA 1982)
  10. Die Klapperschlange (John Carpenter, USA 1981)
  11. Flucht ins 23. Jahrhundert – Logan's Run (Michael Anderson, USA 1976)
  12. Rollerball (Norman Jewison, UK 1975)
  13. THX 1138 (George Lucas, USA 1971)
  14. Colossus – The Forbin Project (Joseph Sargent, USA 1970)

Diese Liste verdeutlicht sehr schön, dass kommerzielles Kino, oder wie es einfacher heißt, „Hollywood“, durchaus Geschichten und Visionen hervorbringt, die den Kinobesuch überdauern. Vornehmste Aufgabe der Kunst soll es sein, den Betrachter zu schütteln, ihn zu verstören, zum Denken zu bringen. Oben genannte Filme zeigen: Kino ist Kunst!

Film war mein Hobby, Kino mein Beruf, heute ist beides meine Leidenschaft. Welche DVDs (und welche Bücher) in meinem Regal stehen, sehen Sie hier.

Seit Mai 2001 setze ich für die meisten Filme, die ich gesehen habe, meine Infos und meine Bewertungen ins Web. Außerdem lege ich nach und nach Infos und Bewertungen früherer Film in mein Online-Archiv. Meine jüngsten Eintragungen finden Sie hier.

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Fortsetzungen orientieren sich zumeist am Originaltitel. So finden Sie zum Beispiel Lost World - Jurassic Park nicht unter „L“, sondern unter „J“ wie „Jurassic Park“. Die Rückkehr der Jedi-Ritter finden Sie nicht unter „R“, sondern wie alle Star-Wars-Filme unter „S“, wie „Star Wars“ …