Kinoplakat: Dumbo, der fliegende Elefant
Ein fantastisches Aquarell
Eine Sternstunde der Zeichenkunst
Titel Dumbo, der fliegende Elefant
(Dumbo)
Drehbuch Helen Aberson + Harold Perl + Otto Englander + Joe Grant + Dick Huemer
basierend auf dem Buch von Helen Aberson + Harold Pearl
Regie Samuel Armstrong & Norman Ferguson & Wilfred Jackson & Jack Kinney & Bill Roberts & Ben Sharpsteen & John Elliotte, USA 1941
Stimmen

S. Brophy, Andreas Mannkopff, Sterling Holloway, Wilfried Herbst, Herman Bing, Gerd Holtenau, John McLeish, Joachim Pukaß, Verna Felton, Inge Wolffberg, Sarah Selby, Edith Hancke, Dorothy Scott, Inge Landgut, Noreen Gammill, Erika Rehhahn, Cliff Edwards, Hans Nitschke u.a.

(aufgeführt sind die Original- und die deutschen Synchronstimmen)

Genre Zeichentrick
Filmlänge 64 Minuten
Deutschlandstart
8. April 1952
Website WaltDisney.org
Inhalt

Das Schicksal meint es zunächst wirklich nicht gut mit Dumbo. Seine, selbst für einen Elefanten, viel zu großen Ohren bereiten dem Zirkuskind nur Scherereien. Ständig stolpert der kleine Tolpatsch darüber und verpatzt dadurch auch seinen ersten großen Auftritt.

Zum Glück hat Dumbo aber einen Freund, den cleveren Mäuserich Timotheus. Der glaubt unbeirrlich daran, dass sein Schützling ein ganz besonderer Elefant ist. Und er hat Recht, denn die hinderlichen Ohren eignen sich hervorragend zum Fliegen. Dumbo wird zum Star der Manege. …

Was zu sagen wäre

Die Künstler, die Schneewittchen auf die Leinwand gemalt haben, überraschen mit einer Kehrtwende. Statt der zierlichen verfolgten Prinzessin kommt ein Zirkus voller lustiger Tiere in einer zunächst einmal traurigen Geschichte, bevor sie in Freundschaft und Nächstenliebe abdreht.

Im Mittelpunkt steht der kleine Elefant, der einfach knuffig ist. Der wird von einem sehr freundlichen Storch gebracht und kommt mit zu großen Ohren in den Zirkus – und prompt tratschen die Elefantendamen gehässig; klassische Tratsch-Nachbarn – schöne Idee, wunderbar in Szene gesetzt. Und dann dieser Mäuserich, vor dem die Kaffetanten Schiss haben … sehr süß. Und die Lokomotive, die sehr menschlich die Berge hinauf schnauft, ist nochmal eine Idee für sich.

Die Zeichnungen erinern an die frühen Mickey-Mouse-Filme, auch was den Slpastick angeht. Der Film baut einen Gag an den anderen, ist liebevoll mit allerlei Details im Bild angereichert (am besten mehrmals gucken) und gipfelt, während sich Timothy und Dumbo eher zufällig einen Rausch angetrunken haben, in einer Traumparade von rosa Elefanten. Diese Sequenz ist derart abgefahren, dass sie sich jeder halbwegs passenden Beschreibung durch Worte entzieht; hier zeigen die Disney-Leute ihre ganze hohe Kunst.

Dieser an sich einfach strukturierte Disney-Film, der zwar gehässige Kaffeeklatschtanten hat, aber weit und breit keine tiefdüstere Hexe, markiert eine Sternstunde an Leichtigkeit und optischer Erfindungsgabe.

Wertung: 6 von 6 D-Mark