Kinoplakat: Drei Farben – Weiß
Ein Konzeptfilm fürs
Kopfkino – Weiß
Titel Drei Farben – Weiß
(Trois couleurs: Blanc)
Drehbuch Krzysztof Kieslowski + Krzysztof Piesiewicz + Agnieszka Holland + Edward Zebrowski + Edward Klosinski + Marcin Latallo
Regie Krzysztof Kieslowski, Frankreich, Polen, Schweiz 1994
Darsteller Juliette Binoche, Benoît Régent, Florence Pernel, Charlotte Véry, Hélène Vincent u.a.
Genre Drama
Filmlänge 91 Minuten
Deutschlandstart
24. März 1994
Inhalt

„Weil die Ehe niemals vollzogen wurde” lässt sich die Französin Dominique in Paris von ihrem polnischen Gatten Karol scheiden. Geplagt von Liebeskummer und Einsamkeit will Karol in seine Heimat zurückkehren, was aber ohne Pass nicht einfach ist. Ein netter Landsmann schmuggelt ihn im Koffer über die Grenze.

Durch einen Job als Lohnkiller und dubiose Immobiliendeals gelangt Karol zu Reichtum. Mit List schafft er sein Glück und täuscht seinen eigenen Tod vor. Zum „Begräbnis” erscheint seine Frau wieder auf der Bildfläche …

Was zu sagen wäre

Teil 2 von Kieslowskis Trikoloren-Trilogie behandelt die Gleichheit. Im Mittelteil betrachtet er dieess Ideal der französischen Revolution mit böser Ironie: Das ungleiche Paar Dominique und Karol versteht unter Gleichheit nur, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Ein interessanter Film, den viele tiefschürfende Ideen begleiten. Kieslowskis Trikolorenkonzept ist etwas für Liebhaber des Kopfkinos. Die kommen voll auf ihre Kosten.

Der film-dienst lobte Kieslowskis Film für seine Darstellerleistungen. „Drei Farben: Weiß” enttäusche jedoch, „weil seine Bezüge zum Thema Gleichheit vage bleiben und Handlungsstränge und Motive beliebig nebeneinanderstehen” würden.

Wertung: 6 von 10 D-Mark