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Kinoplakat: DNA – Experiment des Wahnsinns
Gequält verschwurbeltes Getue
gelangweilter Ex-Weltstars
Titel D.N.A. – Experiment des Wahnsinns
(The Island of Dr. Moreau)
Drehbuch Richard Stanley + Ron Hutchinson
nach dem Roman „Die Insel des Dr. Moreau“ von H. G. Wells
Regie John Frankenheimer, USA 1996
Darsteller Marlon Brando, Val Kilmer, David Thewlis, Fairuza Balk, Daniel Rigney, Temuera Morrison, Nelson de la Rosa, Peter Elliott, Mark Dacascos, Ron Perlman, Marco Hofschneider, Miguel López, Neil Young, David Hudson, Clare Grant u.a.
Genre Horror, Science Fiction
Filmlänge 96 Minuten
Deutschlandstart
14. November 1996
Inhalt

Nach einem Flugzeugabsturz kann sich der UN-Beauftragte Eric Douglas auf eine Insel retten. Es ist die Insel des exzentrischen Nobelpreisträgers Dr. Moreau.

Moreau ist aus der menschlichen Gesellschaft ausgestiegen, weil er kein Verständnis für seine Experimente fand – die Entwicklung grotestker Humanimals durch die Kreuzung von menschlicher mit tierischer DNA.

Als die Geschöpfe sich die implantierten Mikrochips herausreißen, die die animalischen Impulse unterdrücken, kommt es zu einer blutigen Revolution …

Was zu sagen wäre

„D.N.A.“ ist die dritte Verfilmung des Romanklassikers von H.G. Wells – und auch die schlechteste. Die Autoren haben sich – modern, modern – der Gentechnik verschrieben, deshalb werden die Humanimals nun nicht mehr per Vivisektion erschaffen, sondern per aktueller Genetik.

Marlon Brando brauchte offenbar wieder Geld und taucht als Dr. Moreau zwischen lauter lustigen Tiermasken auf, die der Dinosaurier-Macher Stan Winston ersonnen hat. Nun toben wild gewordene Kreaturen durch den Wald, angeln nach der Herrschaft, wollen die Menschen unterjochen. Das gemahnt an eine Art Planet-der-Affen-reloaded.

Es ist ein Drama, einstigen Giganten des Kinos dabei zuzusehen, wie sie an der modernen Zeit scheitern. John Frankenheimer, einst ein Meister des Verschwörungsfilms („Powerplay“ – 1990; Der 4 1/2 Billionen Dollar Vertrag – 1985; Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen – 1982; „Die Prophezeiung“ – 1979; „Schwarzer Sonntag“ – 1977; French Connection II – 1975; „Grand Prix“ – 1966; „Der Mann, der zweimal lebte“ – 1966; „Der Zug“ – 1964; „Sieben Tage im Mai“ – 1964; „Botschafter der Angst“ – 1962; Der Gefangene von Alcatraz – 1962), bekommt dafür aber – Frankenheimer war immerhin mal wer – stets die großen Namen.

Hier sind es Val Kilmer, der sich am Set gerne unbeliebt macht und seine Karriere damit mehr als einmal ins Aus geschossen hat, und Marlon Brando (Don Juan DeMarco – 1994; „Freshman“ – 1990; Apocalypse Now – 1979; Superman – 1978; Duell am Missouri – 1976; Der letzte Tango in Paris – 1972; Der Pate – 1972; „Die Gräfin von Hongkong“ – 1967; „Meuterei auf der Bounty“ – 1962; „Die Faust im Nacken“ – 1954; „Der Wilde“ – 1953; „Julius Caesar“ – 1953; „Viva Zapata“ – 1952; „Endstation Sehnsucht“ – 1951), der in dieser religiös verbrämten Albernheit rüberkommt wie dauerbekifft.

Frankenheimers Starbesetzung säuft beim Rezitieren gequält geschwurbelter Dialoge einfach ab.

Wertung: 2 von 11 D-Mark
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