Kinoplakat: Diese Zwei sind nicht zu fassen
Schlagkräftiges Duo
mit Witz und Charme
Titel Diese Zwei sind nicht zu fassen
(Running Scared)
Drehbuch Gary DeVore + Jimmy Huston
Regie Peter Hyams, USA 1986
Darsteller Gregory Hines, Billy Crystal, Steven Bauer, Darlanne Fluegel, Joe Pantoliano, Dan Hedaya, Jon Gries, Tracy Reed, Jimmy Smits, John DiSanti, Don Calfa, Robert Lesser, Betty Carvalho, Louis Perez u.a.
Genre Komödie, Action
Filmlänge 107 Minuten
Deutschlandstart
20. November 1986
Inhalt

Die Polizisten Ray Hughes und Danny Costanzo arbeiten in Chicago. Sie ermitteln gegen den Anführer eines Rings des Drogenhändlers Julio Gonzales. Der Vorgesetzte der Polizisten, Captain Logan, hält sie für überarbeitet und verlangt, dass sie einen Monat Urlaub nehmen.

Die Polizisten fahren nach Key West, wo sie beschließen, den Dienst nach 14 gemeinsamen Jahren zu quittieren und eine Bar in Florida zu kaufen. Wieder zurück in Chicago wollen sie bei ihrem Captain kündigen. Er versteht es aber geschickt, sie wieder an Gonzales zu erinnern. Das erinnert sie schließlich daran, dass sie, bevor sie dann den Dienst quittieren, noch Gonzales bei einem Rauschgiftschmuggel festnehmen sollten.

Kinoplakat (US): Diese Zwei sind nicht zu fassenEin Spitzel flüstert ihnen, dass eine große Lieferung eintreffen soll. Gonzales verwirrt aber die Drogenhunde, indem er zeitgleich eine gestreckte Lieferung einschmuggelt. Hughes und Costanzo verfolgen ihn undercover – und finden tatsächlich das Rauschgift in handgearbeiteten Figuren aus Kolumbien. Auf der Suche nach Gonzales, der sein Rauschgift zurückhaben möchte, tappen sie in eine Falle und wachen in der Müllpresse wieder auf …

Was zu sagen wäre

Nichts an diesem Film ist wirklich zwingend. Das Genre des Buddy-Movies ist so gut ausgeleuchtet, dass längst keine Beziehungsfrage mehr offen ist. Der Witz, der entsteht, wenn knallharte Kriminalität auf halbwegs unmotivierte, aber clevere Cops stößt ist durch Filme wie zum Beispiel „Nur 48 Stunden“ (1982) oder Beverly Hills Cop (1984) hinreichend dekliniert. Das ständig auf Rettung-in-letzter-Sekunde ausgelegte Timing ermüdet mit der Zeit. Und die Jagd auf einen Drogenboss schlägt auch keinen neuen Funken. Ich bin versucht zu sagen: Ähnlich, wie in seinen jüngsten Filmen, „2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ (1984) und „Ein Richter sieht rot“ (1983) kommt Peter Hyams („Outland – Planet der Verdammten“ – 1981; „Unternehmen Capricorn“ – 1977) wieder mal ein paar Jahre zu spät.

Es funktioniert aber auch ein bisschen was und das macht den Film dann doch tauglich, ihn sich wenigstens im Fernsehen dann später mal anzuschauen. Die Chemie zwischen dem cool witzigen Billy Crystal („Die Jungs von Spinal Tap“ – 1984) und dem schnoddrig witzigen Gregory Hines („White Nights – Nacht der Entscheidung“ – 1985; „Cotton Club“ – 1984; „Wolfen“ – 1981; „Mel Brooks - Die verrückte Geschichte der Welt“ – 1981) funktioniert. die beiden Komiker werfen sich gekonnt die Bälle hoch und heben den Film auf ein höheres Level, als er es ohne die beiden schaffen würde.

Wertung: 6 von 10 D-Mark