Kinoplakat: Die Abrafaxe – Unter schwarzer Flagge
DDR-Abenteuer-Comics
auf großer Leinwand
Titel Die Abrafaxe – Unter schwarzer Flagge
Drehbuch Richard Everett + Julius Grützke + Thomas Platt
nach Charakteren von Lona Rietschel
Regie Gerhard Hahn & Tony Power, Deutschland, Süd-Korea 2001
Stimmen Kim Hasper, David Turba, Ilona Schulz, Nena Kerner, Helmut Krauss, Ulrich Voß, Santiago Ziesmer, Wilfried Herbst, Stefan Fredrich, Michael Pan u.a.
Genre Zeichentrick
Filmlänge 81 Minuten
Deutschlandstart
25. Oktober 2001
Inhalt

Im städtischen Museum entdecken die Abrafaxe eine goldene Schale, die aus einem legendären Aztekenschatz stammen soll. Als Abrax und Brabax die Schale gegen den ausdrücklichen Protest von Califax näher untersuchen, setzen sie unbeabsichtigt einen Mechanismus in Gang, der die Welt um sie verschwinden lässt. Als Abrax und Brabax zu sich kommen, ist Califax, der eben noch gemeinsam mit ihnen an der Schale hing, verschwunden. Wie sie schnell merken, sind sie auch nicht mehr im Museum, sondern auf einer spanischen Galeone – im siebzehnten Jahrhundert.

Der Kommandeur des Schiffes, Admiral Don Archimbaldo de la Cruz ist kein sehr heller Kopf. Er hat sich seinem König gegenüber verpflichtet, das Goldland Eldorado zu finden und ist damit kläglich gescheitert. Jetzt sieht er sich dem Zorn seines enttäuschten Herrschers gegenüber. Sein Papagei Prado, ihm an Intelligenz haushoch überlegen, weiß in dieser Situation auch keinen Rat.

Abrax und Brabax werden als angebliche blinde Passagiere vorgeführt, da fällt Don Archimbaldos Blick sofort auf die goldene Schale …

Was zu sagen wäre

Nach jahrhunderterlanger Suche ist es Abrax, Brabax und Califax endlich gelungen, eines der letzten Geheimnisse unserer Erde zu entdecken: Die Zeitmaschine. Gegenspieler der Abrafaxe ist Lennox, ein übler Halunke, dem es gelang, eines der Armbänder, die eine Zeitreise erst möglich machen, zu stehlen. Nun reist dieser Lennox kreuz und quer durch die Zeit und bringt dabei die Weltgeschichte derart durcheinander, dass die Abrafaxe alle Hände voll zu tun haben, um die Historie wieder einigermaßen geradezurücken.

Der vorliegende Film beruht auf den Comicfiguren „Die Abrafaxe”: Ihre ersten Schritte in die Öffentlichkeit gingen die Abrafaxe im Herbst 1975 in der DDR auf dem Rücktitel des Genremagazins „Mosaik”, das damals einige Abenteuer der Digedags mit Ritter Runkel wiederholte. Lothar Dräger, der langjährige Mit-Autor des „Mosaik„, will beliebte Spaßmacher, wie den Harlekin, in den Mittelpunkt der einzelnen Geschichten stellen. Als Nebenfiguren, die sich immer wieder zu anderen Helden gesellen, erfindet er nach Maßgabe des Chefredakteurs drei neue Gnome.

Sie sollen pfiffig, aber doch etwas geheimnisvoll sein, ein Hauch von Abrakadabra und von Abenteuerlust soll sie umgeben, und durch Mut und Mutterwitz, Tollkühnheit und Tollpatschigkeit sollten sie einen frechen Charme entwickeln. Der Name Abrafaxe wird gefunden. Lothar Dräger wird der geistige Vater der Abrafaxe. Die Figurenzeichner des „Mosaik” entwickeln daraufhin das Äußere, jeder für sich. Am besten kamen Lona Rietschels Entwürfe an. Damit wurde sie zur „Mutter der Abrafaxe”.

Wertung: 5 von 11 D-Mark