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Kinoplakat: Der Sturm
Großer Film über
einen großen Sturm
Titel Der Sturm
(The perfect Storm)
Drehbuch William D. Wittliff
nachdem Tatsachenroman „The perfect Storm” von Sebastian Junger
Regie Wolfgang Petersen, USA 2000
Darsteller George Clooney, Mark Wahlberg, Diane Lane, Karen Allen, William Fichtner, Bob Gunton, Mary Elizabeth Mastrantonio, John C. Reilly, Allen Payne, John Hawkes, Janet Wright, Rusty Schwimmer u.a.
Genre Drama
Filmlänge 130 Minuten
Deutschlandstart
20. Juli 2000
Inhalt

Im Oktober 1991 stößt der Hurricane Grace vor der Ostküste der USA auf zwei weitere Schlechtwetterfronten. Dadurch braut sich ein gewaltiger Sturm zusammen. Der Wetterbericht hält Kapitän Billy Tyne trotzdem nicht davon ab, mit seiner „Andrea Gail” auszulaufen. Tyne kann nicht die hervorragenden Fangquoten seiner Kollegin Linda Greenlaw vorweisen – im Gegenteil: Mit seiner verzweifelten Aktion will er seine Schlappe in weit entfernten, reichen Fischgründen wettmachen.

Mit an Bord befindet sich Bobby Shatford, der seine Scheidung finanzieren muss, um mit seiner Freundin Chris ein neues Leben beginnen zu können. Gegen ihren Willen heuert er bei Billy Tyne an, denn er sieht keine andere Möglichkeit, das Geld zusammenzubringen.

Ihr Leben riskieren die Fischer sowieso jeden Tag. Doch diesmal müssen sie erfahren, wie gnadenlos die See wüten kann …

Was zu sagen wäre

Wolfgang Petersen (Air Force One – 1997; Outbreak – Lautlose Killer – 1995; „In the Line of Fire“ – 1993; „Tod im Spiegel“ – 1991; Enemy Mine – Geliebter Feind – 1985; Die unendliche Geschichte – 1984; Das Boot – 1981) hat sich für seine jüngste Hollywood-Produktion den Bestseller „The perfect Storm“ gesichert, der auf einer wahren Geschichte basiert.

Im Herbst 1991 verursachte das Aufeinandertreffen verschiedener Wetterlagen im Nordatlantik den gewaltigsten Sturm, der bis dato gemessen worden war. Die Menschen sollten später von einem „Killer-Sturm“ sprechen. In diesen Sturm geriet das Fischer-Boot Andrea Gail. Der Überlebenskampf der Besatzung ist Thema dieses Films. Petersen lässt sich dabei nicht treiben. So klaustrophobisch das Kinoplakat, so SFX-lastig der Trailer daher kam … der Film beginnt langsam und beobchtet die Gesellschaft dieser kleinen Fischereigemeinde, ihre Zugehörigkeiten, ihre Probleme. Bis die Mannschaft auf dieses Boot geht, mit dem sie in den Sturm manövrieren wird, dauert es eine Weile – der Film hat 130 Minuten Länge. Aber wenn der Sturm dann wütet, setzt Petersen auf sein Gespür für Timing und große Bilder.

Aber schon in der engen Röhre eines U-Bootes hat Petersen gezeigt, dass er für Spannung keine Special Effects, keine Action benötigt. Im Gegenteil: Wir sehen den Menschen in Gloucester gerne beim Leben zu. Umso mehr bangen wir wir später mit ihnen. Petersen kann sich dabei auf verlässliche Partner stützen: George Clooney („O Brother, Where Art Thou?“ – USA 2000; Three Kings – Es ist schön König zu sein – 1999; Out of Sight – 1998; Projekt: Peacemaker – 1997; Batman & Robin – USA 1997; Tage wie dieser … – USA 1996; From Dusk Till Dawn – USA 1996) als strubbeliger Seebär und Mark Wahlberg (The Yards – Im Hinterhof der Macht – 2000; Three Kings – Es ist schön König zu sein – 1999; Boogie Nights – 1997) als Heißsporn mit finanziellen Sorgen; Diane Lane („Mein Hund Skip“ – 2000; Mord im Weißen Haus – 1997; Judge Dredd – 1995; Straßen in Flammen – 1994; Rumble Fish – 1983; Die Outsider – 1983) auf der Besetzungsliste zu haben, ist ohnehin eine Bank.

Wertung: 9 von 11 D-Mark
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