Kinoplakat: Der sechste Kontinent
Eine Albernheit mit
Jules-Verne-Anspruch
Titel Der sechste Kontinent
(At the Earth's Core)
Drehbuch Milton Subotsky
nach dem Roman von Edgar Rice Burroughs
Regie Kevin Connor, UK, USA 1976
Darsteller

Doug McClure, Peter Cushing, Caroline Munro, Cy Grant, Godfrey James, Sean Lynch, Keith Barron, Helen Gill, Anthony Verner, Robert Gillespie, Michael Crane, Bobby Parr, Andee Cromarty u.a.

Genre Fantasy, Abenteuer
Filmlänge 89 Minuten
Deutschlandstart
3. Februar 1977
Inhalt
Unter großer Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Presse starten Dr. Perry und sein Assistent David mit einer riesigen Bohrmaschine, um das Erdinnere zu erforschen. Nach einer turbulenten Fahrt landen sie dort im Reich Pellucidar.

Nachdem sie sich direkt nach ihrer Ankunft gegen ein dinosaurierartiges Wesen mit Papageienkopf zur Wehr gesetzt haben, werden sie von den primitiven und brutalen Sagoth gefangengenommen und begegnen kämpfenden Untieren, die aufrecht gehenden Wildschweinen ähnlich sind. Sie lernen die schöne Dia kennen, die jedoch bald flieht, weil David sie in Unkenntnis der Bräuche der Menschen von Pellucidar durch sein Verhalten kompromittiert hat. In ihrem neuen Lager lernen sie die Mitglieder verschiedener miteinander verfeindeter Stämme kennen, die sämtlich von den Sagoth versklavt wurden. Diese wiederum stehen selbst unter dem telepathisch-hypnotischen Einfluss der Mahar, eines Volkes intelligenter fliegender Reptilien.

Nach seiner Flucht befreit David einen Menschen, der ihn zuvor angegriffen hatte, aus den Fängen einer Riesenpflanze und freundet sich mit ihm an. Nachdem sie Zeugen einer Opferungszeremonie der Mahar geworden waren, beschließen beide, die verfeindeten Stämme zur Rebellion gegen Mahar und Sagoth zu bewegen. Nach ihrer Rückkehr soll David einem Untier geopfert werden, kann dieses jedoch besiegen. Auch sein neuer Freund Ra kann sich erfolgreich wehren, als er von einem Mahar angegriffen wird. Dies schürt in den versklavten Menschen den Mut zur Rebellion.

David und Dr. Perry finden Dia wieder und können sie gegen eine Flammen speiende Riesenfroschechse verteidigen. Auch kann David den Krieger besiegen, dem Dia versprochen ist. David, Dr. Perry und ihre Freunde planen mit ihren Freunden nun den Aufstand, welcher durch die selbstgebauten Bögen nach Dr. Perrys Plänen erfolgreich für die versklavten Stämme ausfällt. Davids Freund Ra jedoch wird von einem Sagoth schwer verletzt und bleibt todgeweiht in der untergehenden Festung der Mahar zurück …

Was zu sagen wäre

Ein erschreckend faszinierender, farbenprächtiger Eskapismus, der ganz ohne Anspruch Unterhaltung auf einfachstem Niveau erlaubt. Was bei Japans Monsterechse Godzilla funktioniert – Menschen in Gummikostümen, die Modellbau-Städte umkicken – geht hier furchtbar schief. Da werden Fantasy-Explorer-Ideen eines Jules Verne mit dem Kolonisten-Kino der 50er Jahre vermengt, dazwischen tauchen ein paar Gummimonster auf und Peter Cushing muss die Lachnummer geben.

Doug McClure ist ein derart harter Strahlemann, dass seine Fönfrisur samt Scheitel auch die Apocalypse schadlos übersteht. Und als aufrecht ondulierter amerikanischer Staatsbürger überwindet McClure Gummimonster, Feuersbrünste und widerstreitende Stammespolitik. Wobei wir fairerweise erwähnen wollen, dass es McClure hilft, dass die unterirdischen Stämme akzentfrei US-Amerikanisch parlieren.

Das ist alles eher furchtbar peinlich, als wirkliches Kino. Andererseits macht diese Albernheit dann auch wieder Spaß, ganz heimlich …

Wertung: 1 von 9 D-Mark