Kinoplakat: Demolition Man
Der Titel ist Programm
Sly Stallone ist witzig
Titel Demolition Man
(Demolition Man)
Drehbuch Peter M. Lenkov + Robert Reneau + Daniel Waters
Regie Marco Brambilla, USA 1993
Darsteller Sylvester Stallone, Sandra Bullock, Wesley Snipes, Nigel Hawthorne, Benjamin Bratt, Bob Gunton, Glenn Shadix, Denis Leary, Grand L. Bush, Pat Skipper, Steve Kahan, Paul Bollen, Mark Colson, Andre Gregory, John Enos III, Troy Evans, Don McGovern, Bill Cobbs u.a.
Genre Action
Filmlänge 115 Minuten
Deutschlandstart
2. Dezember 1993
Inhalt

1997, Los Angeles: Endlich ist es Cop John Spartan gelungen, den Superverbrecher Simon Phoenix in den Knast zu bringen. Bei der Festnahme geht ein Häuserkomplex drauf, 30 Geiseln sterben. Dafür werden beide, Spartan und Phoenix, bestraft: tiefgefroren im Cryo-Gefängnis soll aus ihnen innerhalb von 70 Jahren sanfte Wesen gemacht werden.

2032, San Angeles: Dem aufgetauten Killer Simon Phoenix gelingt die Flucht in eine völlig auf Friede und Gesundheit getrimmte Welt, die hiesige Polizei ist machtlos und taut John Spartan auf, früher auch bekannt als „Demolition Man”. Mit „Ruhe und Frieden” ist es in San Angeles vorbei.

Und im Hintergrund zieht jemand ganz eigene Fäden …

Was zu sagen wäre

Regisseur Marco Brambilla ist ein erstaunlicher Kunstgriff gelungen: Sylvester Stallone in einem ausgesprochen komischen Action-Comic, das sich selbst nicht so ganz ernst nimmt. Es gilt in diesen Jahren bei Actionfilmen als schick, ein echtes Haus in die Luft zu sprengen – je größer das Gebäude, desto Hurra! Lethal Weapon hatte 1992 in seinem dritten Teil damit angefangen, als Richard Donner mit der – echten – Sprengung eines Parkhauses den Film begann und in dessen Abspann dann ein zweites Haus sprengte – das hatte man noch sicherheitshalber mitgefilmt. Und wenn man sie schon hat … In Demolition Man konnte schon eine halbe Fabrik zu Boden gesprengt werden.

Stallone und Snipes liefern sich ein herrliches Testosteron-Duell mit Muskeln, Schweiß und Kampfsport. Stallone kann offesichtlich doch witzig; wobei das Bewundernswerte ist, dass er genau denselben Gesichtsausdruck benutzt, den er auch in Rocky und Rambo aufsetzt. Und länger, als im Ring und im Dschungel sind seine Sätze hier auch nicht. Snipes gibt den Simon als durchgeknallten Verrückten inklusive Wildes Augenrollen.

Sandra Bullock hat ihre erste große Rolle, von der aus sie eine Weltkarriere startet über Erfolge wie Speed (1994), Während Du schliefst (1995) oder L.A. Crash (2004) bis hin zum Oscar für ihre Hauptrolle in ”Blind Side – Die große Chance” (2009). Eine Mischung aus naivem Action-Sidekick und charmanter aus-brenzligen-Sitationen-befreien-Partnerin. Sehenswert ihre „sexuelle Begegnung” mit Stallone, hörenswert die neuesten Radio-Hits im Jahr 2032 – es sind die Songs alter Werbeclips. Man hlört diese Charts, während man im ferngelenkten E-Auto an der Arnold-Schwarzenegger-Library vorbei fährt.

Wertung: 10 von 10 D-Mark