Kinoplakat: Deep Blue Sea
Monstergeiler Thriller
mit Nägelbeißgarantie
Titel Deep Blue Sea
(Deep Blue Sea)
Drehbuch Duncan Kennedy + Donna Powers + Wayne Powers
Regie Renny Harlin, USA, Australien 1999
Darsteller Saffron Burrows, Thomas Jane, LL Cool J., Samuel L. Jackson, Jacqueline McKenzie, Michael Rapaport, Stellan Skarsgard u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 105 Minuten
Deutschlandstart
28. Oktober 1999
Inhalt

„Aquatica” – eine Forschungs-Station auf hoher See. Hier will Dr. Susan McAlesters mit ihren Experimente in die Medizin-Geschichte eingehen: Sie arbeitet mit Mako-Haien, eine der schnellsten Killer-Maschinen, die die Natur hervorgebracht hat. McAlester hofft, hier den Schlüssel zur Regeneration von menschlichen Gehirnzellen zu finden – die Arznei gegen Alzheimer.

Für dieses Ziel wischt sie alle ethischen Grundsätze beiseite. Unerwünschter Nebeneffekt: Die Haie wachsen. Sie werden kräftiger. Sie werden schlauer. Die skeptischen Geldgeber sind kurz davor, die Forschungsstation zu schließen. Unter den wachsamen Augen ihres Förderers Russell Franklin gelingt es Susan und ihrem Team, dem größten Hai einige Gehirnzellen zu entnehmen. Der Hai revanchiert sich und startet seinen Rachefeldzug.

Binnen Minuten steht die Station in Flammen, laufen die Labors voll Wasser – der Bewegungsraum der Haie wird größer, der der Menschen kleiner. Während ein tropischer Sturm aufzieht, sehen sich die Wissenschaftler einer Monster-Mutation ausgesetzt, die sie selber erschaffen haben …

Was zu sagen wäre

Renny Harlin (Tödliche Weihnachten – 1996; Cliffhanger – 1993; Stirb Langsam 2 – 1990) scheut den Vergleich mit Spielbergs Weißem Hai nicht. „Erstens“, sagt er, „ist Deep Blue Sea weniger ein Hai-Thriller, als vielmehr ein Horrorfilm. Allerdings einer mit Dimensionen, die es seit Exorzist oder Shining nicht mehr gegeben hat“. Zweitens, so Harlin, sei es 25 Jahre nach Spielberg legitim, wieder einen Hai-Film zu machen. Natürlich hinkt der Vergleich: Spielbergs Hai-Film ist ein zeitloser Filmklassiker.

Renny Harlins Haie haben nicht Spielbergs Dramatik, die sich aus der Ruhe im Bild, dem verschlafenen Nest und den einfachen Menschen speist, die er zeigt. Aber Harlin liefert dennoch einen Nägelbeißer. Eine Wuchtbrumme von Film, die es fertig gebracht hat, dass ich einmal so zusammengezuckt bin, dass ich vom Kinosessel gefallen bin. Saffron Burrows (Wing Commander – 1999) und Thomas Jane (The Thin Red Line – 1998; Boogie Nights – 1997; Im Körper des Feindes – 1997) liefern als Hauptfiguren im Kampf gegen die Bestie eine gute Performance, Thomas Jane zeigt Hauptrollenqualitäten.

Gedreht hat Harlin seinen Gen-Schocker vor allem in Mexico, wo seit James Camerons Titanic-Dreh eines der größten Wasserstudios der Welt steht. Auf computergenerierte Haie verzichtet Harlin, sagt, die Technik sei noch nicht so weit.

Animatronische Kreaturen, die ja immerhin tatsächlich existierenden Lebewesen nachempfunden sind, seien – „noch“ – realistischer einzusetzen.

Wertung: 10 von 11 D-Mark